Lindsey Stirling - Shatter Me - Cover
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Lindsey Stirling Shatter Me


  • Label: We Love Music/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 46 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
7.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Rette sich wer kann! Das YouTube-Phänomen mit Album Nummer zwei.

Ohne die gar wundersame Wirkung des Internets (insbesondere YouTube) hätte es die Amerikanerin Lindsey Stirling (27) mit ihrem eigenwilligen, auf der Violine gespielten Mix aus Dubstep, Dance, Electro, Klassik, Rock und Pop wohl niemals so weit gebracht. Doch die „Generation Online“ hat – warum auch immer – einen Narren an der quirligen Dame gefressen, die nach ihrem als Experiment geltenden Debütalbum aus dem Jahr 2012, nun ihren zweiten Longplayer „Shatter Me“ auf den Markt bringt. Bleibt dennoch eine Frage im Raum: Warum hat Lindsey Stirlings selbstbetiteltes Debüt nach gut 18 Monaten auf dem Markt und über 507 Millionen Views ihres YouTube-Kanals weltweit erst rund 300.000 Käufer gefunden?

Die Relation aus Klicks und echten Verkäufen macht jedenfalls in der Tat etwas ratlos. Denn scheinbar sind nur die Wenigsten bereit, Geld für die Musik von Lindsey Stirling auszugeben. Und da sich an der Stilistik der 1,61 Meter kleinen Tänzerin und Violinistin auch auf „Shatter Me“ kaum etwas geändert hat (Sie wissen schon: Dubstep, Dance, Electro, Klassik, Rock und Pop...), muss man sich schon fragen, wer sich heuer dafür begeistern soll, wenn die 27-Jährige „romantische Elemente des Celtic-Folk und aus zeitgenössischer Klassik“ mit stampfenden Dance-Beats und sägendem Geballer à la Skrillex und Konsorten verbindet.

Die Gesangsbeiträge von Lzzy Hale (Halestorm) im Titeltrack und Dia Frampton („We are giants“) könnten ein Mittel sein. Denn so wird das anstrengende Dauer-Zirpen der Violine wenigstens etwas eingebremst. Leider lässt sich damit aber nicht reparieren, dass die 12 Songs praktisch überhaupt keinen Wiedererkennungswert besitzen und das klassische Violinenspiel im Dubstep-Mäntelchen wie schon auf dem Debütalbum kein Potenzial vorweisen kann, um über die Dauer eines gesamten Albums zu unterhalten.

Über kurz oder lang kommt der Moment, in dem „Shatter Me“ dem Hörer nur noch auf den Zeiger geht und zur Verstauung der CD der maximal abgelegenste Platz im Regal angesteuert wird. Nicht, dass man irgendwann noch darauf angesprochen wird!

Anspieltipps:

  • Ascendance
  • Shatter me
  • We are giants
  • Master of tides
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