Gregor Meyle - New York - Stintino - Cover
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Gregor Meyle New York - Stintino


  • Label: Meylemusic/TONPOOL
  • Laufzeit: 34 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Handgemachte Musik durch und durch, verpackt in gewohnt ehrliche und persönliche Texte.

Gregor Meyle (35) hat sich seinen ganz persönlichen Musikertraum erfüllt und das New Yorker Avatar Aufnahmestudio, in dem u.a. schon Tom Petty, Paul McCartney, Bruce Springsteen und Eric Clapton Alben eingespielt haben, für einen Tag gebucht, um dort zusammen mit dem Produzenten Christian Lohr (u.a. Mick Jagger, Sting, Joss Stone, Gianna Nannini) die Grundgerüste für seinen vierten Studio-Longplayer „New York – Stintino“ aufzunehmen. Dabei griff er als Unterstützung auf Musiker wie Antonio Sanchez (Drums) sowie Elliot (Posaune) und Brad Mason (Trompete) zurück, die dem Werk einen ganz besonderen Sound verliehen haben.

Dieser atmet die organische Atmosphäre alter Jazz- und Swing-Platten, wodurch „New York – Stintino“ eine angenehm warme Klangfarbe erhalten hat, die perfekt zu den leisen und unaufgeregten Liedern passt und den Songwriter-Pop Gregor Meyles noch einmal auf eine höhere Stufe hebt. Dabei gibt es keine Trendanbiederungen, sieht man einmal vom Song „Heute Nacht“ ab, der zusammen mit der brasilianischen Sängerin Raissa eingespielt wurde. Ein Schelm, wer da nicht an die bevorstehende Fußball-WM in Brasilien denkt. Aber so charmant dargeboten wie hier, darf dies durchaus sein.

Gregor Meyle bietet handgemachte Musik durch und durch und verpackt diese in seine gewohnt ehrlichen und persönlichen Texte. Wenn dazu die majestätischen Klänge einer Posaune („Ich glaub an dich“), der unvergleichliche Sound eines Akustik-Basses („Das Beste kommt noch“) und das markante Zirpen einer Pedal-Steel-Gitarre („Hier spricht dein Herz“) zu hören sind, gewinnen die unaufdringlichen Stücke an Kontur, da nicht jede Melodie sofort ins Ohr geht.

Damit wäre am Ende auch ein wenig das Manko des Longplayers umrissen: Sound und Atmosphäre sind erste Klasse, so als würde man einer live spielenden Band zuhören. Im Gegensatz dazu sind aber einige Melodien und Arrangements eine Spur zu unscheinbar ausgefallen, wodurch „New York - Stintino“ der ganz große Aha-Effekt abgeht.

Anspieltipps:

  • Die Chance
  • Nimm dir Zeit
  • Ich glaub an dich
  • Hier spricht dein Herz

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