Chuck E. Weiss - Red Beans And Weiss - Cover
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Chuck E. Weiss Red Beans And Weiss


  • Label: Anti Records
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Zerknautschte und windschiefe Blues-, Jazz- und Rockweisheiten mit freundlicher Unterstützung von Tom Waits und Johnny Depp.

Wer einen Artikel über Chuck E. Weiss verfasst, kommt kaum an den Namen Rickie Lee Jones (ihr Hit „Chuck E.‘s in Love“) und Tom Waits vorbei. Zudem ist er mit Johnny Depp befreundet, dennoch hält sich Weiss‘ Bekanntheitsgrad immer noch in Grenzen. Sein neues Album „Red Beans And Weiss“ hat er unter Mithilfe von eben jenen Depp und Waits selbst produziert.

Der Amerikaner legt mit „Tupelo Joe“ in Rockabilly-Manier los, um in der Folge seine spezielle Mixtur aus geheimnisvollen und vor allem windschiefen Blues-, Rock- und Jazz-Elementen fortzusetzen. Diese stehen in einem Singer / Songwriter-Konzept, das ebenso schlüssig wie gegen den Strich gebürstet daherkommt. Dabei hat er als Basis in Don Heffington (Drums), Tony Gilkyson (Gitarre) und Will MacGregor (Bass) hervorragende Musiker um sich geschart. Zudem werden Bläser, Piano und Violine eingesetzt und Johnny Depp hat es sich nicht nehmen lassen, hin und wieder Schlagzeug, Gitarre und Background-Gesang beizusteuern.

Chuck E. Weiss hat bis auf den „Exile On Main Street Blues“ (Jagger/Richards) alle Titel (einige mit Co-Komponisten) selbst geschrieben und singt wieder, als wären seine Stimmbänder mit einigen Strängen von Tom Waits und Captain Beefheart überzogen. So zerknautscht wie sein Gesicht trägt er die Songs vor, hin und wieder spitzfindig, mit einer Portion Ironie oder Spott, ohne dabei zum Clown zu werden. Der 64-Jährige hat mittlerweile viel Erfahrung und Routine, versteht es jedoch wiederholt, seinen Songs Frische und Originalität beizubringen. Spielfreude, Wissen um die eigenen Fähigkeiten und die schräge Umsetzung gehen hier Hand in Hand und lassen „Red Beans And Weiss“ zu einem Hörvergnügen werden.

Anspieltipps:

  • Tupelo Joe
  • Bomb The Tracks
  • Dead Man’s Shoes
  • The Hink-A-Dink

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