The Oath - The Oath - Cover
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The Oath The Oath


  • Label: Plastic Head/SOULFOOD
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Schwedisch-Deutscher Okkult-Rock, dem über weite Strecken die Dringlichkeit fehlt.

„The Oath” nennt sich das Debütalbum der Deutschen Johanna Sadonis (Gesang) und der Schwedin Linnéa Olsson (Gitarre, Gesang), die sich vom französischen Kadavar-Bassisten Simon Bouteloup und dem englischen Angel-Witch-Schlagzeuger Andrew Prestidge Unterstützung geholt haben, um ihr zwischen Hardrock, Heavy Metal, Doom und Okkult-Rock angesiedeltes Werk amtlich in die Tüte zu bekommen. The Oath, frei nach dem Titel des zweiten Albums von Mercyful Fate, nennt sich aber auch die Band der beiden Damen, die erst eine 7-Inch-Vinyl-Single auf den Markt gebracht hatte, als Lee Dorrian (46), seines Zeichens Cathedral-Sänger und Chef von Rise Above Records, bereits wusste, dass er mit diesen beiden Ladies einen guten Fang gemacht hatte.

Das von Martin „Konie“ Ehrencrona in Stockholm in nur zehn Tagen aufgenommene, produzierte und abgemischte Album orientiert sich mit seinen gleichzeitig scheppernden wie auch dumpfen Klängen an diversen Genre-Aufnahmen der 70er und 80er Jahre,wobei es auf auf ganz natürliche Weise mit den Stimmungen und Melodieführungen früherer Helden wie Black Sabbath und King Diamond spielt. Im direkten Vergleich fehlt es The Oath allerdings an großartigen Ideen, um bis auf ein paar coole Riffs und Text-Ideen, für ihr Longplay-Debüt genauso abgefeiert zu werden, wie für ihre erste Single.

Auf „The Oath“ zeigt sich nämlich, dass die Ideen der Band eher überschaubar sind. Und Stimmung alleine reicht eben nicht, wenn man sich in einem Genre bewegt, in dem die Legenden-Dichte gefährlich hoch ist. So geht The Oath zum Beispiel jegliche Form von Bedrohlichkeit und echter Härte ab, die man zum Beispiel bei den schwer gehypten The Devil’s Blood finden konnte, auch wenn diese Band unterm Strich überbewertet war. Deshalb ist der Ergebnis auch hier eher ernüchternd als begeisternd, sieht man sich den Aufriss an, der um das Duo nebst Leihmusikern gemacht wurde.

Anspieltipps:

  • Psalm 7
  • Silk road
  • Silver & dust
  • Leaving together
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