Chris Robinson - Phosphorescent Harvest - Cover
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Chris Robinson Phosphorescent Harvest


  • Label: Silver Arrow Records
  • Laufzeit: 65 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
8.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Schade. Auf diesem Album fehlt der Band ein wenig ihre Live-Energie.

Chris Robinson (The Black Crowes) hat seine Brotherhood um Gitarrist Neal Casal nach dem Doppeldecker „Big Moon Ritual” (06/2012) und „The Magic Door” (09/2012) sowie einer ausgiebigen Tournee, von der das Live-Box-Set „Betty´s S.F. Blends Volume One” zeugt, wieder einmal ins Aufnahmestudio geschleppt und mit „Phosphorescent Harvest” ein weiteres Manifest des entspannten Kiffer-Rocks eingespielt. In diesem Zusammenhang stellt der 47-Jährige noch einmal unmissverständlich dar, dass er inzwischen keine Pop- bzw. Rocksongs mehr im Stil der Black Crowes schreibt und auch nicht mehr auf Singlehits scharf ist. Entsprechend klingen die elf Stücke auf „Phosphorescent Harvest” dann auch. Und das ist gut so!

Abermals auf den Spuren von The Grateful Dead und den Allman Brothers wandelnd, bietet Chris Robinson, dessen Bruder Rich Robinson im Juni 2014 ebenfalls ein neues Soloalbum auf den Markt bringt, wie schon auf den vorangegangenen Alben wieder eine angenehm erdige Vorstellung amerikanischen Roots-Rocks, die allerdings im Vergleich an einigen Stellen eine Spur zu entspannt ausgefallen ist. Ab und zu wünscht sich der Hörer jedenfalls, dass Chris Robinson und seine Band etwas mehr Pfeffer im Hintern hätten und nicht nur im Midtempo-Bereich verharren würden. Denn nicht jeder Song besitzt so eine großartige Atmosphäre wie „Burn slow“, kurz vor Ende des Albums.

So schleichen sich neben coolen Songs wie den leicht betrunken vor sich hin tänzelnden Bluesrockern „Meanwhile in the gods...“ und „Beggar’s moon“, an Pink Floyd (!) gemahnenden Balladen („Wanderer’s lament“) und poppiger Folkmusik („Badlands here we come”), durchaus auch ein paar kleinere Stinker wie zum Beispiel die etwas uninspiriert umherirrenden „Tornado“ und „Jump the turnstiles“ ins Programm. Hier vermisst der Hörer ein bisschen die ungeschliffene Rauheit eines Live-Auftritts von Chris Robinsons Brotherhood, die sich gewiss nicht so leicht in eine Studioaufnahme reproduzieren lässt.

Anspieltipps:

  • Burn slow
  • Beggar’s moon
  • About a stranger
  • Wanderer’s lament
  • Meanwhile in the goods…
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