50 Cent - Animal Ambition: An Untamed Desire To Win - Cover
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50 Cent Animal Ambition: An Untamed Desire To Win


  • Label: Caroline/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„I’m a Hustler, Baby“. Danke für die Information, aber das interessiert heute keine Sau mehr!

Den Vertrag mit Eminems Shady Records ist Curtis James Jackson III alias 50 Cent nach vier Studioalben, die zwischen 2003 und 2009 erschienen und sich mehr als 30 Millionen Mal verkauften, inzwischen los. In Zeiten stark sinkender Verkaufszahlen stimmte die Chemie zwischen den beiden Parteien einfach nicht mehr, was zu immer wieder verschobenen Album-Veröffentlichungen oder gleich ganz abgesagten Releases führte. Nach einem öffentlich ausgetragenen Streit zwischen Label und Künstler, war das Ende irgendwann nicht mehr weit, was im Februar 2014 dann auch offiziell bestätigt wurde. So sind seit dem letzten offiziellen Werk „Before I Self Destruct“ (11/2009) inzwischen mehr als vier Jahre vergangen, in denen diverse Mixtapes auf den Markt kamen und 50 Cent in annähernd zwei Dutzend Kinofilmen als Schauspieler zu sehen war. Es waren aber auch vier Jahre, in denen der 39-Jährige als Rapper keine gewichtige Rolle mehr spielte.

Doch das soll sich jetzt wieder ändern! Mit einem neuen Vertrag bei Caroline Records, das genau wie Shady Records im Vertrieb von Universal Music ist und dem brandneuen Longplayer „Animal Ambition: An Untamed Desire To Win“, will 50 Cent wieder als Rapper wahrgenommen werden, der das Gangster-Rap-Genre maßgeblich beeinflusste. Zwar fällt die Feature- und Produzenten-Liste auf seinem Comeback-Werk deutlich bodenständiger aus, als zu Shady-Zeiten. Leisten könnte es sich das Mitglied in der Liste der fünf reichsten Rapper allemal, ein paar Topstars einzukaufen. Doch „Animal Ambition“ verfolgt ein anderes Konzept, das den Rapper letztendlich im Old-School-Bereich angekommen sieht.

Doch sind wir mal ehrlich: Ohne Dr. Dre an den Knöpfchen und dem Input der Shady-Gang, fehlt 50 Cent der sensationelle Bang, aus dem Club-Knaller vom Holze eines „Candy shop“, „21 questions“ und „In da club“ geschnitzt sind. Das zeigt sich auf dem vorliegenden Werk deutlich. Die Songs sind solide, die Beats alles andere als sensationell und die Texte... Schwamm drüber! Außer den üblichen Selbstbeweihräucherungen und Themen wie Drogen dealen, Kohle scheffeln, Chicks klarmachen, Pussies, Waffen und Luxus-Karren, gibt es nichts, was den Hörer irgendwie berühren oder aufregen könnte.

So rollt „Animal Ambition“ fast schon entspannt, aber auf jeden Fall unspektakulär am Hörer vorbei und verbreitet mit zunehmender Spieldauer den Eindruck, dass wir es hier lediglich mit einem Werk zum Warmwerden und Wiederentdecken von 50 Cent zu tun haben, der für dieses Jahr ein weiteres, das langerwartete „Street King Immortal“-Album angekündigt hat, aus dem bereits seit zwei Jahren fünf Tracks im Netz und durch die Charts geistern. Doch bis dahin kann es noch dauern. Bleibt am Ende nur die Frage: Wenn schon die vorangegangenen Alben „Curtis“ (2007) und „Before I Self Destruct“ (2009) kaum mehr als durchschnittlich waren, was soll dann bitteschön „Animal Ambition: An Untamed Desire To Win“ sein?

Anspieltipps:

  • Smoke
  • Twisted
  • Hold on
  • Winners circle
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