Boy Hits Car - All That Led Us Here - Cover
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Boy Hits Car All That Led Us Here


  • Label: Eternal Sound Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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3.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch nach mehr als 20 Jahren suchen Boy Hits Car vergeblich nach Relevanz und Einzigartigkeit.

Schaut man sich der Karriereweg der vor mehr als 20 Jahren gegründeten Band Boy Hits Car einmal etwas genauer an, dann kann der Betrachter durchaus zu dem Ergebnis kommen, dass den Jungs aus Los Angeles irgendwie der Makel der Zweitklassigkeit anhängt. Denn obwohl die Gruppe mit ihrem Alternative-Rock-Sound Ende der 90er Jahre, Anfang der Nullerjahre durchaus in einem musikalischen Umfeld anfing, das ideal für die Band schien (Stichwort: Nu-Rock!), reichte es für Boy Hits Car nie zum großen Durchbruch. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wenn das Trio mit „All That Led Us Here“ sein mittlerweile fünftes Studioalbum vorlegt.

Schon der Opener „Silhouettes fade“ klingt wie eine Mischung aus den frühen Incubus und einer gemäßigten Variante von Papa Roach, allerdings ohne die Qualität der beiden Bands zu erreichen. Ein tragisches Kunststück, das sich auf „All That Led Us Here“ noch zehnmal wiederholen soll. Damit begrüßen Boy Hits Car ihre Hörer auch anno 2014, als wären sie im Jahr 2001 steckengeblieben und tun sich damit wahrhaft keinen Gefallen. Denn auch in der Folgezeit dudeln und gniedeln sich die Kalifornier durch ein Sammelsurium aus Songs, die so gerne von Pearl Jam, System Of A Down oder Tribe After Tribe wären, aber zu keiner Zeit das Zeug dazu haben.

So ist und bleibt es ein leidiges Spiel mit Boy Hits Car: Die Band ist auch auf diesem Album stets bemüht, große Songs mit fetten Refrains, dringlichen Texten und einer gewissen Massentauglichkeit abzuliefern. Doch dazu ist der Gesang von Cregg Rondell auf Dauer einfach zu nervig, die Hooks und Riffs zu ausgelutscht und der Kniff, sich bei orientalischen Klängen zu bedienen, ebenfalls ein alter Hut. Ganz ehrlich: So wird das nichts mit der Freundschaft!

Anspieltipps:

  • Come on
  • Silhouettes fade
  • Anxious but gradual rhythms
  • What’s on your mind (pure energy)
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