Douglas Greed - Driven - Cover
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Douglas Greed Driven


  • Label: Bpitch Control/Rough Trade
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Eingängige House Music, die ihren Hals Richtung Soul und Ambient reckt.

Im Jahr 2011 war „KRL“ nach knapp sechs Jahren Arbeit das unter dem Namen Douglas Greeds veröffentlichte Debütalbum. Auch wenn der Name des Jenaer Labels Freude Am Tanzen für etwas anderes steht, dieser erste Longplayer vereinte House mit Pop und eher zum Zuhören geeignet, als zum Tanzen. Doch seitdem hat sich ein bisschen was getan in Greeds Welt, wenngleich er seinem Sound treu geblieben ist. Sein zweites Album veröffentlicht er auch nicht mehr auf FAT, sondern auf Ellen Alliens BPitch Control in Berlin.

Das nun vorliegende „Driven“ besteht zum größten Teil wieder mal aus eingängigem House mit allerlei Synthie- und Beat-Spielereien. So gibt es bei „B12“ und „Salad & Beer“ blubbernde Bässe, einmal begleitet von flächigen Glockenklängen, ein anderes Mal von fegenden Snares unterbrochen und einem Spinet untermalt. Abseits davon bietet das Zweitwerk des Herrn aus Jena noch mehr Tracks, die sich definitiv für die Tanzfläche eignen, unter anderem die Uptempo-Nummer „Summerless“, welche die klassischen Kuhglocken im Soundbild auffährt, oder „My Mind Is A Monkey“, das fast schon direkt aus der Feder der neuen Label-Chefin stammen könnte.

Viel bezeichnender für dieses Album sind jedoch Nummern wie der Titeltrack oder „Long Distance Swimmer“: ruhige Tracks mit entspannten Vocals und melancholischer Atmosphäre. Hier treffen sich die Einflüsse wieder, die schon auf „KRL“ so vorrangig waren. Sehnsüchtige Soul-Vocals und flächige Ambient-Klänge sind auch auf „Driven“ wieder vorhanden und werden auch von klassischeren House-Nummern aufgegriffen. „This Time“ beispielsweise mutiert dadurch von einer eher durchschnittlichen Basis zu einem absoluten Brett für die Tanzfläche und damit zu einem kleinen Geheimtipp des Albums. So auch das düstere „Hush“, das mit knarzigen Ambient-Tönen spielt, die an die vielzitierten Boards of Canada erinnern.

Es ist eine vielfältige und schöne Mischung, die Douglas Greed auf „Driven“ auffährt, und die sich diesmal auch sehr gut zum Tanzen eignet. Sie biedert sich der Tanzfläche jedoch nicht an, sondern nähert sich dieser auf eigene Art.

Anspieltipps:

  • This Time
  • Driven
  • Long Distance Swimmer

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