The Rambling Wheels - The Thirteen Women Of Ill Repute - Cover
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The Rambling Wheels The Thirteen Women Of Ill Repute


  • Label: Irascible Distribution
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wäre Jack White Schweizer, würde er bei den Rambling Wheels spielen.

Die Herren Dr. Wheels (Gesang, Gitarre), Mr. Jonfonx (Bass), Mister I (Keyboards) und Fuzzy O’Bron (Drums), die sich auf dem Cover ihres neuen Albums „The Thirteen Women Of Ill Repute“ unter 14 (!?) leichtbekleidete Damen gemischt haben, bilden zusammen die Band The Rambling Wheels, die nicht, obwohl sie so aussieht, direkt aus den Sümpfen Louisianas kommt, sondern aus dem idyllischen Neuchâtel in der Schweiz stammt. Da kiekste, wa?!

Ist die optische Darstellung der Schweizer erst einmal verarbeitet, folgt als nächste Hürde, dass die Musik des Quartetts in keiner Weise zum Erscheinungsbild der Band passt. Denn anstelle des erwarteten Sounds zwischen Americana und Hillbilly-Blues, präsentieren The Rambling Wheels auf ihrem mittlerweile vierten Studioalbum eine streckenweise sehr rockige Songsammlung, die von Michael Patterson (u.a. Beck, Nine Inch Nails, She Wants Revenge, Limp Bizkit, Black Rebel Motorcycle Club) in Los Angeles abgemischt wurde. Da kiekste schon wieder, wa?!

Das Label der Band zitiert in Anspielung auf den Sound von „The Thirteen Women Of Ill Repute“ Bands wie The Black Keys, The Last Shadow Puppets und The Raconteurs. Das trifft es auch in etwa. So besitzt der Opener „Cassius (versus the world)“ diesen leichten Sixties-Twang und den Orgel-Sound, den man auch von den Briten The Last Shadow Puppets kennt. „Marylou“ gefällt mit zupackenden Klavierklängen, während in „Giving all the gold“ kernige Gitarrenriffs im Raconteurs-Stil zu hören sind. „Shadows we’ve become“ erzielt als klagende Bluesrock-Ballade seine Wirkung und „How it blows your mind“ wie auch „Wake up“ zischen als drängelnde Riff-Rocker durch die Boxen.

Das macht unterm Strich einen sehr soliden Longplayer, der sich vom allwöchentlichen Durchschnitt abhebt, aber (noch) nicht ganz das Zeug aufweisen kann, das es braucht, um in einer Liga mit den Black Keys oder Raconteurs zu spielen.

Anspieltipps:

  • Marylou
  • Night and day
  • Giving all the gold
  • Shadows we’ve become

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