Diverse - All My Friends: Celebrating The Songs And Voice Of Gregg Allman - Cover
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Diverse All My Friends: Celebrating The Songs And Voice Of Gregg Allman


  • Label: Concord/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 150 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
8.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Gregg Allman, Gründer der Allman Brothers Band, wird mit einem opulenten Live-Konzert geehrt.

Großer Bahnhof für Gregg Allman! Ein Star-Aufgebot ehrte und feierte den Sänger und Keyboarder der Allman Brothers Band im Rahmen eines vierstündigen Konzerts am 10. Januar 2014 in Atlantas Fox Theatre unter der Leitung des Musikers und Produzenten Don Was. Dieses Ereignis gibt es jetzt als Audio-Doppel-CD. Das Konzert kann wahlweise auch als aufgewertete Version mit beigefügter DVD oder Blu-ray bestaunt werden. Künstler klanghafter Namen wie Dr. John, John Hiatt oder Taj Mahal ließen es sich nicht nehmen, Songs der Allman Brothers, Eigenkompositionen oder Traditionals als Verneigung vor der Lebensleistung von Gregg Allman vorzutragen. Dieser führt die Allman Brothers Band schon seit Ende der 60er-Jahre durch gute und schlechte Zeiten. Die Gruppe, die auf eindrucksvolle Weise Blues-Rock, Country und Southern Soul zu einem verwegenen Gebräu mit teilweise weitläufigen Improvisationen verdrahtet, hat sich im Laufe der Zeit einen legendären Ruf erspielt und füllt zumindest in den USA immer noch die größten Arenen.

Die illustren Gäste, die jetzt zu diesem Festakt geladen wurden, sind durch die Bank hoch konzentriert bei der Sache und bemühen sich, ihren Beitrag mit Inbrunst und Feingefühl umzusetzen. Die stilistische Bandbreite reicht dabei von Blues- und Southern-Rock (Tedeschi/Trucks) über Jam-Rock (Widespread Panic), Südstaaten-Soul (Sam Moore, Keb Mo`), Country (Vince Gill, Trace Adkins, Martina McBride) und Singer-/Songwriter-Zeug (Jackson Browne).

Ausgedehnte solistische Gitarrenexkursionen stehen bei einigen Stücken erwartungsgemäß im Vordergrund. Zu den Höhepunkten gehört ein beachtliches Gitarrenduell, das sich Warren Haynes und (Derek Trucks) bei „End Of The Line“ liefern. Jackson Browne führte zusammen mit dem Jubilar sein „These Days“ und dessen „Melissa“ vom „Eat A Peach“-Album in innigen Versionen auf. Sam Moore brilliert gesanglich beim seelenvollen „Please Call Home“ und natürlich darf auch die Allman Brothers Band nicht fehlen. „Dreams“ und „Whipping Post“ steigern sie zu hymnischen, psychedelischen, ausufernden Southern-Blues-Sessions.

Je nach Blickwinkel kann man das Ergebnis nun als berechenbar oder homogen bezeichnen. Besteht die Erwartungshaltung, die Versionen so nah wie möglich im Sinne des Originals oder im Geiste von Gregg Allman interpretiert zu hören, bekommt man eine Vollbedienung. Erhofft man sich stilistisch neu in Szene gesetzte Vorlagen, dann wird das Gehörte womöglich nicht ganz so zufriedenstellen. Aber wie schon angedeutet: Alle Beteiligten haben sich voll reingehängt. Sie agieren mit Hingabe, gefühlsbetont und mit leidenschaftlichem Einsatz. Alleine deshalb lohnt es sich, diese Cover-Versionen anzuhören. Die Show inspiriert auch dazu, sich Allman Brothers Band-Klassiker wie „Ain`t Wastin` Time No More“, „Stand Back“ oder „Come And Go Blues“ mal wieder im Original anzuhören. Aber zunächst gilt es, das Konzert in seiner vollen Pracht zu genießen.

Anspieltipps:

  • End Of The Line
  • Please Call Home
  • These Days
  • Melissa
  • Dreams
  • Queen Of Hearts
  • One Way Out
  • I`m No Angel
  • Trouble No More

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