Collapse Under The Empire - Sacrifice & Isolation - Cover
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Collapse Under The Empire Sacrifice & Isolation


  • Label: Finaltune/Broken Silence
  • Laufzeit: 59 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Soundtrack, zu dem der Film fehlt.

Du kriegst die Tür einfach nicht zu! Vielleicht sollte Collapse Under The Empire ein Preis für Unnachgiebigkeit verliehen werden. Nahezu jährlich haut das Hamburger Duo einen neuen Longplayer raus und die Qualität ist und bleibt auf einer Stufe. Wären sie Ausnahmevertreter des wortlosen Progressive-Rock, dann müssten wir uns nicht darüber ärgern. Collapse Under The Empire sind Musiker, denen man immer wieder gut zusprechen möchte. Lasst euch Zeit und findet die Stimmungen, die ihr transportieren wollt. Welche Geschichten erzählen eure Instrumente? Auf all diese Fragen hat die Band erneut keine Antwort und liefert eine weitere Stunde brotloser Kunst ab.

Sie wissen, wie man eine Wall of Sound bastelt. Gitarren, Schlagzeug, Bass. Alles sitzt an und für sich am rechten Fleck und doch fühlt man nichts, wenn die uninspirierten Töne auf „Sacrifice & Isolation“ auf einen niederprasseln. Die Arrangements sind repetitiv und könnten Szenen eines Films untermalen. Vom Action-Blockbuster zu urbanen Thrillern könnte diese Musik vieles beschreiben, allein sich selbst zu definieren gelingt kaum einem der Stücke. Selten kann ein Lied aus dem eigenen Trott ausbrechen und wie „Stairs To The Redemption“ so etwas wie einen Spannungsbogen erzeugen. Zu selten kann sich der Hörer in die Musik hineinversetzen.

Was bleibt, ist eine harmlose Aneinanderreihung von Hintergrundmusik für selbst gemachte Videos, die teils epische, aber letztlich ohne die Bilder weitestgehend ausdruckslose Kulissen darstellen. Im Rahmen eines Projekts könnte diese Musik richtig gut funktionieren und mit etwas Glück werden einige findige Fans mit selbst erstellten Videos schaffen, was der Band auf diesem Album misslingt. Ohne weitere Unterstützung ist „Sacrifice & Isolation“ nämlich nicht mehr als ein handwerklich ordentliches, aber letztlich irgendwie lebloses Konstrukt aus Klängen.

Anspieltipps:

  • Stairs To The Redemption
  • Sacrifice
  • What The Heart Craves For

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