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Led Zeppelin Led Zeppelin (Deluxe Edition)


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 115 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
8/10 Leserwertung Stimme ab!

Teil eins eines umfangreichen Programms von Wiederveröffentlichungen aus dem Hause Led Zeppelin.

Es ist mal wieder an der Zeit, dass der zehn Longplayer umfassende Back-Katalog der Hardrock-Legende Led Zeppelin in die Hand genommen und neu auf den Markt gebracht wird. Diesmal hat sich Gitarrist Jimmy Page höchstpersönlich um einen neuen Sound-Mix der Alben gekümmert und für die Bonus-CDs der Deluxe-Ausgaben bisher unveröffentlichte Live-, Demo-, Alternativ-Mix- und Studio-Tracks ausgegraben. Erscheinen werden diese Re-Releases in allen erdenklichen Formaten, von der einfachen CD, bis hin zum mindestens 100 Euro teuren Mega-Deluxe-Box-Set. Nur Fliegen ist schöner.

Wer sich als Ergänzung zu seinen Vinyl-Ausgaben oder den schwachbrüstig klingenden CD-Erstauflagen diese erneuten Re-Releases besorgen möchte, aber keine 1.000 Euro investieren will, sollte trotzdem zumindest zu den Deluxe-Doppel-CDs greifen, die neben dem jeweiligen Originalwerk im frischen Klangbild, das versprochene Bonusmaterial beherbergen, mit dem die Geschichtsstunde in Sachen Led Zeppelin erst so richtig schön wird. Den Anfang der Wiederveröffentlichungsreihe machen die ersten drei Led-Zep-Longplayer aus den Jahren 1969 und 1970 (Zwischen „I“ und „II“ lagen lediglich acht Monate. Heutzutage fast unvorstellbar. Es sei denn, man heißt Green Day und liefert mit „Uno!“, „Dos!“, „Tré!“ ein Desaster ab).

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„Led Zeppelin I“: Das Erstlingswerk der immer wieder als leicht größenwahnsinnig bezeichneten Hardrock-Band aus der britischen Pop-Metropole London mag trotz überragender Stücke wie „Dazed and confused“, „Good times bad times“ oder auch „Communication breakdown“ vielleicht nicht das Beste Album von Jimmy Page, John Paul Jones, Robert Plant und John Bonham sein, doch es ist nun mal ihr Debütalbum, mit dem Led Zeppelin einen Erdrutsch im Bereich der harten Rockmusik auslösten und trotzdem vordergründig alte Klischees bedienten: Robert Plant war der blondgelockte Schönling am Mikrofon und Jimmy Page der Staunen auslösende Gitarrengott. Eine Kombination, wie sie in den 60er und 70er Jahren Standard war, siehe auch The Who, The Doors und The Rolling Stones.

Dennoch war das Urgewitter aus Dynamik, Blues und Hardrock nicht nur für damalige Verhältnisse ein Hallo-Wach-Ereignis, dem nun eine weitere CD hinzugefügt wurde, die bis dato unveröffentlichtes Live-Material eines Auftritts in Paris vom 10. Oktober 1969 enthält. Das Konzert fand keine zwei Wochen vor der Veröffentlichung von „Led Zeppelin II“ statt und bietet deshalb bereits Stücke des zweiten Albums, das einen ganz bestimmten Song enthielt, der mit seinem prägnanten Gitarrenriff ebenso in die Rock-Geschichte eingehen sollte, wie „Smoke on the water“ von Deep Purple oder „(I can’t get no) satisfaction“ von den Stones. Aber das ist eine andere Geschichte, die an dieser Stelle zu lesen ist: Led Zeppelin - „II“.

Anspieltipps:

  • You shook me
  • Dazed and confused
  • Good times bad times
  • Communication breakdown
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