The So So Glos - Blowout - Cover
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The So So Glos Blowout


  • Label: Caroline/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
8.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Abwechslungsreicher Punk für zwischendurch.

Auch wenn The So So Glos hierzulande bisher nicht die ganz großen Bäume ausgerissen haben, so hat der Punk-Vierer aus New York doch bereits eine ganze Menge vorzuweisen. Die im Jahr 2008 veröffentlichte „Tourism/Terrorism“-EP gewann bei den Independent Music Awards den Preis als „Best Punk Album“, im Anschluss tourte das Quartett mit niemand geringerem als Trail Of Dead durch Europa. Die hier vorliegende Platte „Blowout“ ist der zweite Longplayer von The So So Glos, wurde bereits 2013 in den USA veröffentlicht und dort unter die 50 besten Alben des Jahres gewählt.

Die Band um die Brüder Alex und Ryan Levine kennt sich bereits seit frühester Kindheit und - so abgedroschen das auch klingen mag - versteht sich daher blind, was sich auch in den musikalischen Outputs niederschlägt. Irgendwie klingt die Band stets nach ein paar guten Kumpels, für die es nichts Schöneres im Leben gibt, als zusammen Musik zu machen. Authentisch.

Diese Energie zieht sich auch konsequent durch „Blowout“. Eine Platte, deren Cover schon früh erahnen lässt, was die die Jungs musikalisch anbieten. Ein bisschen fühlt man sich vom optischen Eindruck subtil an die Comic-Explosion des „Dookie-Covers“ erinnert. Und tatsächlich spielen The So So Glos mit einer ähnlichen Spielfreude auf, wie es Green Day in frühesten Tagen so eindrucksvoll vorgemacht haben.

Da sind der vor Energie nur so strotzende Opener, der kraftvolle Titeltrack oder das eher ruhige „Island Ridin“. „Blowout“ bietet dem Punk-Fan abwechslungsreiches Songwriting und eine Band, die mit Ehrgeiz und Spielfreude überzeugt. Da macht es auch nichts, dass nicht alle Songs sofort zünden. Denn das Album kommt immer dann mit neuen Ideen um die Ecke, wenn es der Hörer am wenigsten erwartet. So lädt „Dizzy“ eher zum Schunkeln als zum Pogen ein und stellt damit auch für Genrefans einen willkommenen Stilbruch dar.

Wirklich langweilig wird „Blowout“ somit nicht. Doch genau diese Vielseitigkeit könnte bewirken, dass „Blowout“ dem eingefleischten Punkrocker sauer aufstößt. Dennoch: Wer eine abwechslungsreiche Punkplatte für den Sommer sucht, sollte hier fündig werden.

Anspieltipps:

  • Son of An America
  • Blowout
  • Dizzy
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