Mastodon - Once More ´Round The Sun - Cover
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Mastodon Once More ´Round The Sun


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mastodon erfinden sich nicht neu, fahren den „Progressive Sludge Metal“-Anteil aber empfindlich runter.

Auf dem Sprung zur größten Heavy-Metal-Band, mussten Mastodon im Jahr 2007 einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen, weil sich Frontmann Brent Hinds eine schwere Kopfverletzung zuzog, die ihn monatelang kreativ ausbremste. Daraus resultiert mit „Crack The Skye“ (03/2009) ein noch anstrengenderes Werk als sonst üblich, das nicht mehr überall nur positiv aufgenommen wurde und mit Themen wie Seelenwanderung, Querschnittslähmung, Wurmlöcher sowie russische Sekten für Verwirrung sorgte. Mit „The Hunter“ (09/2011) fingen sich Brent Hinds (Gesang, Gitarre), Troy Sanders (Bass, Gesang), Bill Kelliher (Gitarre) und Brann Dailor (Drums, Gesang) dann wieder und ebneten damit den Weg zu ihrem sechsten Studioalbum „Once More ‘Round The Sun“, dem vierten auf dem Majorlabel Reprise Records.

Wie bei jedem Mastodon-Werk, liegt auch „Once More ‘Round The Sun“ ein Konzept zugrunde, das diesmal mit „Die Allgegenwärtigkeit der Lebenszyklen“ beschrieben werden kann. Produziert wurde es von Nick Raskulinecz (u.a. Foo Fighters, Marilyn Manson, Deftones, Coheed And Cambria, Stone Sour, Rush, Death Angel), der mit der Band den auf „The Hunter“ eingeschlagenen Weg fortsetzt, indem dem progressiven Heavy bzw. Sludge Metal noch mehr Rock-Elemente hinzugefügt wurden. Dadurch erhalten die immer noch von vertracktem Riffing, energiegeladenem Drumming sowie komplizierten Wendungen lebenden Songs eine neuartige Eingängigkeit spendiert, die den Hardcore-Faktor der frühen Werke massiv von der Bettkante schubst.

Damit wecken Mastodon Erinnerungen an Metallicas schwarzes Album (08/1991) und Avenged Sevenfolds „Hail To The King“ (08/2013), die mit diesen Werken ebenfalls das Wörtchen „Pop“ ins Spiel brachten, wenn man denn diesen Begriff mit Eingängigkeit in Verbindung bringt. So klingen Stücke wie der Titeltrack, „Asleep in the deep“ oder auch „Feast your eyes“ wie zu Rock gewordener Heavy Metal, der vermehrt auf cleane Gesänge und Melodien setzt, ohne dass sich die Fans der frühen Alben vollkommen verraten vorkommen müssen. Ein gewaltiger Schritt in eine neue Richtung ist „Once More ‘Round The Sun“ dennoch. Vermutlich werden nicht alle Fans bereit sein, diesen mitzugehen. Aber das haben Veränderungen nun mal so an sich.

Anspieltipps:

  • Feast your eyes
  • The motherload
  • Asleep in the deep
  • Once more ‘round the sun
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