Bo Saris - Gold - Cover
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Bo Saris Gold


  • Label: Decca/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 57 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Der erste internationale Longplayer des niederländischen Soulstars.

Boris Titulaer alias Bo-Rush bzw. Bo Saris (33) ist ein niederländischer Neo-Soulsänger, der vor zehn Jahren das TV-Casting-Format „Idols“ (so etwas wie „Hollands DSDS“) gewann und schon damals bestätigte, dass man kein Amerikaner sein muss, um das Genrefach „Soul“ adäquat bedienen zu können, siehe Caro Emerald, John Newman, Adele, Paolo Nutini, Emeli Sandé oder auch Plan B. Mit dem in London und Los Angeles aufgenommenen und von Der Harris (Chris Brown, Robin Thicke, Michael Jackson) produzierten „Gold“ legt er nun sein viertes Studioalbum und den ersten „internationalen“ Longplayer seiner Karriere vor.

Mit seiner durchaus gewöhnungsbedürftigen Falsettstimme präsentiert sich Bo Saris als ausgemachter Crooner der alten Schule, der der goldenen Zeit des Soul in den 70er Jahren seine ganz persönliche musikalische Hommage widmet. Und da der Soul dieser Epoche nahtlos mit Funk sowie Rhythm & Blues verbunden ist, kommen auch diese Einflüsse auf „Gold“ nicht zu kurz. Damit hat der 33-Jährige schon mal einen ganz wichtigen Credit auf seiner Seite: Authentizität.

Dass der Wahl-Londoner deshalb als neue Soul-Hoffnung gilt, ist nachzuvollziehen. Dass er aber auch den Status einer Soul-Sensation verdient, den ihm die englische Presse schon angehängt hat, kann „Gold“ nicht ganz bestätigen. Denn vergleicht man sein Album zum Beispiel mit den letzten Werken von Adele, John Newman oder auch Emeli Sandé, fällt auf, dass „Gold“ schlicht und ergreifend die Hits fehlen. So erlebt der Hörer zwar ein gut produziertes und handwerklich tadellos eingespieltes Album, das sich aber zu brav und glatt aus der Affäre zieht. Trotzdem kann „Gold“ dieses kleine Manko über Gefühl und Atmosphäre wieder wettmachen und damit am Ende doch noch punkten.

Anspieltipps:

  • So sad
  • If I don‘t
  • She’s on fire
  • Can’t force it
  • Can’t beat the old skool
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