Bon Jovi - New Jersey (Deluxe Edition) - Cover
Große Ansicht

Bon Jovi New Jersey (Deluxe Edition)


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 263 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das letzte Hardrock-Album der Mannen aus New Jersey, die danach zu Popstars wurden.

Ende der 80er Jahre waren Bon Jovi eine sympathische und aufstrebende Hardrock-Band, die mit „Slippery When Wet” (08/1986) ihr erstes globales Hit-Album abgeliefert hatte, das sich bis heute mehr als 25 Millionen Mal verkauft und unsterbliche Klassiker wie „You give love a bad name“, „Wanted dead or alive“, „Livin‘ on a prayer“ und „Never say goodbye“ hervorgebracht hat. Doch Jon Bon Jovi und Co. wollten sich nicht auf ihrem Erfolg ausruhen. Die Band war von dem Gefühl infiziert, weltweit Hits abzuliefern und setzte sich damit stark unter Druck, dieses Kunststück zu wiederholen.

Unter der Maßgabe, bloß nicht als One-Hit-Wonder in die Rock-Geschichte einzugehen, begannen die Aufnahmen zum Nachfolger von „Slippery When Wet” im Januar 1988, nachdem Jon Bon Jovi und Richie Sambora einen Berg Demosongs entworfen hatten. Zusammen mit dem Produzenten Bruce Fairbairn (Aerosmith, AC/DC, Scorpions, Van Halen, Kiss, Poison) wurde in den Little Mountain Studios im kanadischen Vancouver ein ursprünglich als Doppelalbum geplantes Werk namens „The Sons Of Beaches“ in Angriff genommen, aus dem später, nach Einspruch der Plattenfirma, das vierte Bon-Jovi-Studioalbum mit einem Dutzend Songs werden sollte, das sich bis heute mehr als 18 Millionen Mal verkauft hat: „New Jersey”.

Bild

Ähnlich wie „Slippery When Wet”, brachte auch „New Jersey” ein Bündel absoluter Live-Klassiker wie „Lay your hands on me“, „Bad medicine“, „Born to be my baby“ und „I’ll there for you” heraus. Nach der Veröffentlichung begaben sich Bon Jovi erneut auf eine ausgedehnte Welttournee und festigten damit ihren Ruf, eine der besten Live-Rockbands der Welt zu sein. Daran hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn die Studioalben der Band, bis auf wenigen Ausnahmen, immer verzichtbarer wurden.

Zum 30-jährigen Bandjubiläum starten Bon Jovi und ihr Plattenlabel eine umfangreiche Re-Release-Aktion. Das ist zwar nicht die erste, doch mit dem Versprechen, auch Super Deluxe Editionen des Back Katalogs auf den Markt zu bringen, die mit massenhaft unveröffentlichten Tracks und Bonus-DVDs daherkommen, werden die beinharten Bon-Jovi-Fans sicher auch ein weiteres Mal zuschlagen und die alten Klassier der Band noch einmal kaufen. Den Anfang der Wiederveröffentlichungsserie macht – wer hätte das gedacht? – das vorliegende „New Jersey“-Album, das mit insgesamt 16 Bonus Tracks aufgemotzt wurde.

13 der Bonussongs wurden auf einer separaten CD untergebracht, die mit weit über einer Stunde Spielzeit erstmals die „Sons Of Beaches“-Demos offenlegen. Und dabei hatte man geglaubt, mit der 2004er Jubiläums-Box „100.000.000 Bon Jovi Fans Can´t Be Wrong...“ bereits sämtliche „Ausschussware“ erhalten zu haben. Dem ist scheinbar nicht so. Doch sei’s drum! Denn den echten Bon-Jovi-Fans sind durchaus auch einige der „Sons Of Beaches“-Demos bereits bekannt. Und deshalb ist bewiesen, dass die damalige Entscheidung „weniger ist mehr“ goldrichtig war. Zumindest vermitteln die kaum ausproduzierten Songs diesen Eindruck. Dass sich darunter mit „Love hurts“, „Growin‘ up the hard way“, „Diamond ring” und „Backdoor to heaven“ dennoch ein paar kleine Perlen des 80er-Jahre-Hardrocks befinden, spricht für die Qualität des Songwriting von Richie Sambora und Jon Bon Jovi in den Achtzigern. Was am Ende daraus geworden ist, hat uns „What About Now“ im vergangenen Jahr schmerzhaft gezeigt.

Anspieltipps:

  • Bad medicine
  • I’ll there for you
  • Love hurts (Demo)
  • Born to be my baby
  • Diamond ring (Demo)
  • Lay your hands on me
  • Growin’ up the hard way (Demo)
Neue Kritiken im Genre „Rock“
7/10

Alles Fliesst
  • 2020    
Diskutiere über „Bon Jovi“
comments powered by Disqus