Dub Thompson - 9 Songs - Cover
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Dub Thompson 9 Songs


  • Label: Dead Oceans/CARGO
  • Laufzeit: 30 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Dub Thompson fehlt es auf „9 Songs“ an Effizient. Die Energie und der Aufwand, die von Seiten der Band betrieben werden, bringen in Form von acht Liedern nämlich zu wenig Ertrag.

Dub Thompson geben ihr Debüt. Deswegen darf mit Recht gefragt werden, wer diese Band ist. Schließlich stellen sich hier junge Künstler vor. Tragisch wird es erst, wenn auch nach acht knappen Stücken Dub Thompson eine große Unbekannte bleiben. „9 Songs“ ist wortwörtlich ein Album von vielen und wird aufgrund fehlender Besonderheiten kaum große Wellen schlagen können. Der wilde, aber durchaus künstlerisch angehauchte Garagen-Sound der Band versucht der jüngeren New Yorker Indie-Rock-Szene gerecht zu werden, kann jedoch neben einem authentischen Zeitgeist keine besonderen Stärken aufweisen.

Die wütenden Gitarrenstürme in „Hayward!“ erinnern in besseren Momenten an die ungezügelte, aber gelenkte Kraft einer Band wie Turbostaat. Wo diese jedoch Melodien und Botschaften mit der Musik verschmelzen lassen, machen Dub Thompson einfach nur Musik, die nichts Bestimmtes zu vermitteln scheinen will. Woher die Reggae-Einflüsse in „No Time“ kommen, ist nie eine Frage. Warum sie dort sind, bleibt jedoch im Raum stehen. Die Band spielt mit typischen musikalischen Einflüssen von Rock und Punk, doch wo andere Bands noch gewisse Lebensstile und Inhalte transportieren wollten, scheint sich hinter der Musik von Dub Thompson nicht viel zu verbergen.

Auf „9 Songs“ gibt es keine Lieder, die in Erinnerung bleiben. Gut platziert können ein „No Time“ oder auch das verdrehte „Mono“ ihren Platz auf tollen Genre-Playlists finden, doch werden sie dann stets das Füllmaterial zwischen den Höhen einer solchen Aneinanderreihung darstellen. Dub Thompson drängen sich einerseits nicht genug mit einer eigenen Art auf, rezitieren ihre Einflüsse gleichzeitig aber auch nicht mit einer solchen Inbrunst, dass sie sich unweigerlich zu Geheimtipps im Genre transformieren können.

Trotz der rauen Ansätze und Umsetzungen ist dieses Album ein austauschbarer Ziegel eines Klanggebäudes, welcher in unscheinbarem Grau kaum auffällt und in letzter Konsequenz niemandem fehlen wird. Das heißt natürlich nicht, dass der psychedelische Indie-Garage-Rock-Ansatz der Band schlechte Musik an und für sich darstellt, doch die letztliche Mischung ist schnell vergessen.

Anspieltipps:

  • No Time
  • Hayward!
  • Mono

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