Tankard - R.I.B. - Cover
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Tankard R.I.B.


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Solide Hausmannskost aus der Frankfurter Bierstube.

Gebt der Metal-Gemeinde alle zwei Jahre ein neues Tankard-Album sowie einen Kasten Bier – und alles ist gut! Gesagt, getan. Mit „R.I.B.“ legen die Frankfurter Thrasher um Front-Pläutzchen Gerre (47) ihren mittlerweile 16. Studio-Longplayer vor, der aus den kleinen Fehlern des Vorgängers „A Girl Called Cerveza“ (07/2012) gelernt hat und den Zapfhahn nicht mehr so weit aufreißt, dass das flüssige Gold Gefahr läuft, schal zu werden.

Nachdem der Opener „War cry“ ganz kurz mit akustischen Metallica-Gedächtnis-Licks beginnt, holzen Tankard auch schon in bester Thrash-Manier los, ohne auf melodische Feinheiten zu verzichten. Dazu bellt Gerre in vertrauter Art typische Tankard-Lyrics heraus, die irgendwo zwischen Sozialkritik und Bierkonsum pendeln. Diesem Stil bleiben die vier Frankfurter die folgenden 40 Minuten treu. Denn wo Tankard draufsteht, ist selten musikalisch Kompliziertes drin.

An der Hochgeschwindigkeitsschraube dreht auch „Fooled by your guts“, während der Titeltrack mit schleppenden Riffs eröffnet wird, um Spannung aufzubauen. Doch dann wird der altbekannte „Chemical Invasion“-Professor von der Leine gelassen und damit das Tempo langsam wieder angezogen. Das grammatikalisch fragwürdige „Riders of the doom“ hat nichts mit zähflüssigem Doom Metal zu tun, sondern ist vielmehr eine auf Doublebass-Geballer aufgebaute Nummer. „Hope can‘t die“ fällt im Mittelteil des Albums ungewöhnlich zahm und melodisch aus, gefolgt von den beiden Old-School-Verneigungen „No one hit wonder“ und „Breakfast for champions“.

So rumpeln und thrashen Tankard diesmal ziemlich straight, aber dennoch mit den gewohnten Stilmitteln durch zehn Songs, die sich in die solide Produktionsreihe der vergangenen zehn Jahre einsortieren können, ohne dass es dabei besondere Ausreißer nach oben oder unten gibt. Spannend geht gewiss anders, aber so weiß der geneigte Fan wenigstens immer was er hat.

Anspieltipps:

  • R.I.B.
  • Hope can’t die
  • Enemy of order
  • Clockwise to deadline
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