Nick Parker - Angry Pork And The Occasional Bird - Cover
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Nick Parker Angry Pork And The Occasional Bird


  • Label: Tonetoaster/ALIVE
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Mann für alle Fälle. Nick Parker bietet Folk-Music für die ganze Familie und jede Gelegenheit.

Folk-Rock ist nicht zuletzt durch den immensen Erfolg von Mumford & Sons wieder angesagt. Nick Parker ist ein alter Hase auf diesem Gebiet. Er kommt aus Somerset in England und hat sich seine persönliche Linie durch ausgedehnte Tourneen, die er seit 1990 quer durch Europa absolviert, erarbeitet. Während dieser Zeit reifte sein Gespür dafür, wie man ein Publikum packen kann und es spontan dazu bringt, zuzuhören. Er entwickelte ein Rezept, unterschiedliche Stimmungen zu meistern und bietet dafür Lieder an, mit denen (fast) jeder etwas anfangen kann. Er ist quasi volkstümlich, denn er erzählt leicht nachvollziehbare Geschichten, zu denen er auf seinen Reisen inspiriert wurde oder die er dabei direkt erlebt hat.

Im Jahr 2010 nahm er sein erstes, auf Folk-Wurzeln basierendes Album „The King Of False Alarms“ auf. Und jetzt hat er mit seiner Band, dem Trio „The False Alarms“, eine neue Kollektion eingespielt, welche die Quersumme seiner Erfahrungen von der Bühne widerspiegelt und unter dem Motto: „Gebt den Leuten, was sie wollen“ stehen könnte.

Er gibt den Leuten fröhlichen Folk zum Mitsingen („Could We At Last Try“, „Never Been To Dublin“, „Terry And June“) und erzählt Geschichten in gemäßigtem Tempo zum entspannten Zuhören („Jerusalem”, „Something Someone Said“, „Tom, Dick And Harry“). Daneben bietet er Balladen mit Lagerfeuer-Romantik für die nachdenklichen Momente im Leben an („Oceanographer“, „Come On! Jump Over Your Shadow“, „The Conjuror“, „Another Journey Home“).

Durch seine sympathische Art sind die Lieder universell einsetzbar. Egal, ob beim Kindergeburtstag, auf Gartenpartys, in Straßencafés und Einkaufspassagen oder beim Umsonst und Draußen-Folk-Festival. Er würde nirgends unangenehm auffallen. Dazu trägt auch seine helle, klare, weiche Stimme bei, die allerdings dann, wenn Wandlungsfähigkeit verlangt wird („Jerusalem“), Probleme bekommt.

Aber Nick Parkers Musik ist nicht unbedingt dazu angetan, sie genussvoll über Kopfhörer zuhause zu hören. Dazu ist sie zu durchschaubar und nicht raffiniert genug aufgebaut, um länger einen interessanten Eindruck zu hinterlassen. Sie braucht die Öffentlichkeit und den Dialog mit dem Publikum, dann springt der Funke sicher über.

Anspieltipps:

  • Could We At Least Try?
  • Oceanographer
  • Jerusalem
  • The Conjuror

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