Banks - Goddess - Cover
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Banks Goddess


  • Label: Capitol/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 57 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die EP hat versprochen, was das Album nicht halten konnte.

Ihre Debüt-EP „London“ hatten wir ja schon besprochen. Jetzt veröffentlicht Jillian Banks, am ehesten nur unter ihrem Nachnamen bekannt, ihren ersten Longplayer. Dabei ist sie sich stilistisch treu geblieben. Sowohl SOHN, Totally Enormous Extinct Dinosaurs als auch Jamie Woon sind wieder vertreten. Als weitere Prominenz durfte sich dieses Mal auch Shlohmo an der Produktion versuchen. Von Austoben kann leider nicht die Rede sein.

Das ist auch das herbste Manko auf Banks’ erstem Longplayer, den sie selbstbewusst „Goddess“ getauft hat. Auf ihrer EP war sie Anfang des Jahres abwechslungsreich aufgetreten, sowohl mit ihrer Stimme, als auch mit den heraufbeschworenen Stimmungen, auch wenn sie einen unverkennbaren Hang zum Düsteren zeigte. Im Rahmen von vier Tracks hatte das durchaus Wirkung und Konzept. In 14 Tracks, insgesamt einer knappen Stunde, nicht mehr ganz so. Zu wenig probiert sie aus, um auf Albumlänge zu begeistern, zu sehr ähnelt ein Track dem nächsten.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass nur zwei der neuen Stücke wirklich überzeugen konnten. Neben dem stichelnden, herausfordernden Titeltrack und dem langsam treibenden „Drowning“ sind es nämlich nur die leicht veränderten Neuaufnahmen der Stücke, die auf der EP schon hervorstachen: „Waiting Game“ und „This Is What It Feels Like“. Da hilft’s auch nicht mehr, dass Banks zum Ende des Albums in „Under The Table“ nochmal ihre stimmliche Power demonstriert oder TEED in „Warm Water“ mit minimalistischer Produktion glänzt. Der Rest ist zwar solider, aber sonst auch einfach viel zu vorsichtiger, konformer Pop.

Anspieltipps:

  • Goddess
  • Drowning
  • Waiting Game
  • This Is What It Feels Like

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