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Beatsteaks Beatsteaks


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 33 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Beatsteaks bleiben sich treu: Alle drei Jahre gibt es eine halbe Stunde neue Musik.

Genau wie die letzten drei Studioalben „Boombox” (01/2011), „Limbo Messiah” (03/2007) und „Smack Smash“ (03/2004), kommt auch das neue Beatsteaks-Album mit nur knapp über 30 Minuten Spielzeit daher. Für amtliche Punkrockscheiben ist das sicher ausreichend und den Fans scheint es auch nichts auszumachen, wenn ihnen alle drei Jahre ein halbes Stündchen neue Musik von ihren Helden vorgesetzt wird. Dafür muss dann aber auch alles auf den Punkt stimmen, was in den vergangenen zehn Jahren immer der Fall war. Warum sollte sich daran etwas geändert haben?

Zusammen mit ihrem Stammproduzenten Andreas „Moses“ Schneider (u.a. Tocotronic, Tele, Turbostaat, Fehlfarben, Dendemann) sowie Walter Schreifels (Hot Water Music, Rival Schools, Walking Concert, Quicksand, Gorilla Biscuits) als Co-Produzenten für die Gesangsaufnahmen, komponierten und spielten die Beatsteaks elf Tracks ein. Dabei brauchten die Berliner nach sechs Monaten Vorbereitungszeit im Proberaum lediglich 10 Tage im Studio, was für die Band absoluter Rekord ist. Eine erzwungene Spontanität hört man den Songs dennoch nicht an. Zu akribisch scheint die Demo-Phase gewesen zu sein und ein für allemal ist die Zeit vorbei, als eine Band am Anfang ihrer Karriere alles spielen wollte, aber nicht konnte.

Die Beatsteaks anno 2014 sind nicht nur eine der besten Live-Bands Deutschlands, inzwischen sind sie auch gewiefte Profis was Studioaufnahmen angeht. Entsprechend klingt ihr neues, selbstbetiteltes Album nicht wie das einer jungen, ungestümen Band, die Punkrock und Hardcore kreuzt, sondern wie das Werk einer erwachsenen Gruppe, die auf der gesamten Klaviatur spielt. Dazu zählen treibende Uptempo-Songs („DNA“, Wicked witch“), lärmende Stadionhymnen („I never was“, „Be smart and breathe“) und entspannte Groove-Rocker („Creep magnet“, „Up on the roof“) genauso wie extrem poppige Midtempo-Stücke („Make a wish“, „Everything went black“).

Ausfälle leisten sich die Herrschaften dabei keine. Schon nach einer kurzen Anlaufphase von zwei, drei Songs klingen die Beatsteaks wie aus einem Guss. Die fünf Berliner zeigen sich abwechslungsreich und auf den Punkt konzentriert. Ihr siebtes Studiowerk besitzt kein überflüssiges Gramm Fett und ist ein scheinbar simples, aber im Kern durchdachtes Rock-Album, das der Konkurrenz wieder einmal eindrucksvoll zeigt, wo der Ziegenbock den Honig holt.

Anspieltipps:

  • Make a wish
  • Wicked witch
  • Creep magnet
  • Up on the roof
  • Be smart and breathe
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