Black Lung - Black Lung - Cover
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Black Lung Black Lung


  • Label: Nois-O-Lution/INDIGO
  • Laufzeit: 30 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Drei Männer, ein bitterkalter Winter, ein Projekt.

Ein rekordverdächtig kalter Winter und drei Musiker, die sich so richtig einheizen wollten. Das war die Ausgangslage des Projekts Black Lung, das in Form eines halbstündigen Albums bereits mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr zur Vollendung gebracht wurde. Darauf zu hören ist das, was man wohl als ehrlichen und waschechten Rock bezeichnen würde, aber beginnen wir am Anfang.

Von dem Trio Black Lung hatten nämlich bereits zwei Mitglieder bewiesen, dass sie zusammen Musik machen können. Der Schlagzeuger Elias Schutzmann und Gitarrist Adam Bufano kamen gerade von einer Europa-Tournee mit 60 Shows zurück. Ihre Band „The Flying Eyes“ wurde gebührend gefeiert und auch wenn die beiden beteuerten, Abstand zu benötigen, ist der psychedelische, folkige Sound auch stellenweise auf „Black Lung“ zu hören.

Für ihr Winterprojekt holten sich die beiden Dave Cavalier ins Boot, Multi-Instrumentalist und auf dieser Platte vor allem Sänger. Damit waren alle überlebenswichtigen Posten besetzt und das Schiff segelte los. Gitarren-Riffs (à la The Black Keys), die eisigen Winden trotzen, pechschwarze Bluesmomente und zwischendurch vereinzelte Lichtblicke, wenn es denn (fast) poppig „The way you move“ aus den Lautsprechern schreit oder St Vincent’s „Black rainbow“ gecovert wird.

„Black Lung“ ist das beste Beispiel dafür, dass gute Musik aus spontanen Ideen entstehen kann. Hinter dem Projekt stand kein ausgereifter Plan, keine aufwendigen Abmischungen, kein namhafter Produzent, nein, nicht mal ein Bassist. Und trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - hat das Debut Konzept. Während man die (leider sehr kurzen) 30 Minuten erst beim wiederholten Hören als Gesamtbild erkennt, merkt man gleich beim ersten Mal: die Atmosphäre stimmt.

Anspieltipps:

  • The ghost
  • Preacher
  • Move
  • Black rainbow

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