Hollerado - White Paint - Cover
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Hollerado White Paint


  • Label: Royal Mountain Records
  • Laufzeit: 62 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
9.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Irgendwo in Kanada treffen The Libertines auf Weezer.

„White Paint” (02/2013), das zweite Album der kanadischen Indie-Rock-Band Hollerado, hat eigentlich schon gute 1½ Jahre auf dem Buckel. Da das Album aber erst jetzt offiziell außerhalb Kanadas veröffentlicht wird, bekam das Werk im wahrsten Sinne des Wortes einen neuen optischen Anstrich sowie fünf Songs als Bonus oben drauf. Damit lässt man sich auch in Europa Aufgewärmtes schmecken. Denn irgendetwas muss an dieser Band dran sein, wenn sie schon mit Weezer, The Dead Weather, The Stills, Billy Talent und The Flaming Lips die Bühne teilen durfte.

Hollerado gründeten sich im Jahr 2007 in Ottawa und bestehen aus Menno Versteeg (Gesang, Gitarre), Nixon Boyd (Gitarre, Gesang), Dean Baxter (Bass, Gesang) und Jake Boyd (Drums, Gesang). Schon mit ihrem Debütalbum „Record In A Bag“ (2010) wurde das Quartett für einen Juno-Award als „Best New Artist“ nominiert und das sicher nicht ohne Grund. Denn diese Kanadier klingen wie eine Mischung aus Weezer („Desire 126“) und The Libertines („Wonder, velocity, Charlie and me“), wobei auch eine gewisse Nähe zu den Flaming Lips nicht von der Hand zu weisen ist. Nämlich immer dann, wenn Hollerado ihre Songs etwas ausfransen lassen und mit einem leichten Jam-Charakter versehen („Lonesome George“).

Doch das kommt eher selten vor, sodass der weezerische Power-Pop-Anstrich eindeutig überwiegt, wobei Hollerado angenehm rau und nach Garage klingen und ihren Songs damit fast schon eine punkige Note verleihen. Und dennoch: Mit dem richtigen Studio-Budget ausgestattet, könnte diese Band alles wegblasen, was eine Gitarre halten kann. Denn aus ihrer rotzigen BritRock-Attitüde („Pick me up“), kombiniert mit der Power von – sagen wir mal – den Foo Fighters, ergeben sich hibbelige Rocksongs wie „Pure emotion“ oder auch „Juliette“, die für die Indie-Disco fast schon zu groß sind.

„White Paint“ ist ein feines Indie-Rock-Album, das es verdient hat, so lange Zeit nach der Veröffentlichung in Kanada auch bei uns auf den Markt zu kommen. Allein der bemerkenswerte BritRock-Einschlag, der bei Musikern aus Nordamerika bzw. Kanada niemals vermutet werden würde sowie das erkennbare Potenzial, sollten Grund genug sein, um diese Band anzutesten.

Anspieltipps:

  • Juliette
  • Desire 126
  • Lonesome George
  • Too much to handle
  • I want my medicine
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