Rhonda - Raw Love - Cover
Große Ansicht

Rhonda Raw Love


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 37 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine kleine, sommerliche Soul-Brise aus dem hohen Norden Deutschlands.

Die norddeutsche Band Rhonda, bestehend aus Frontfrau Milo Milone (Gesang, Gitarre), Ben Schadow (Gitarre), Jan Fabricius (Bass), Offer Stock (Orgel) und Gunnar Riedel (Drums), hängt sich mit ihrem Debütalbum „Raw Love” an die Neo-Soul-Welle dran, die mit Künstlerinnen wie Duffy, Adele, Emeli Sandé, Jessie Ware, Laura Mvula, Leslie Clio, Rumer, Selah Sue und der verstorbenen Amy Winehouse große Erfolge feiern konnte, mittlerweile aber auch schon wieder etwas verblasst ist.

Rhonda gründeten sich im Jahr 2012 und sammelten seitdem jede Menge Live-Erfahrungen, die nun in ihr Debütwerk eingeflossen sind. Darauf versammelt die Band elf Eigenkompositionen, mit denen Rhonda und ihre Sängerin Milo Milone stilistisch an die genannten Neo-Soul-Stars anknüpfen, allerdings ohne die ganz großen Emotionen beim Hörer freizusetzen. Dabei geht das Quintett durchaus vielschichtig zu Werke und präsentiert in knapp 37 Minuten Spielzeit Stücke, die sich bei French Beats („Terrible lie“), Northern- („Here we go again“) und Motown-Soul („That’s how I roll”) bis hin zu jamaikanischem Reggae („Take it back“) und Ska-Klängen („Bruno“) ihre Inspiration holen.

Die Instrumentierung ist mit Bläsern, Orgel, knackigen Bässen und zurückhaltenden Gitarren sehr authentisch gelungen. Damit präsentieren Rhonda funky Grooves und mit Milo Milone eine Frontfrau, die ihr Organ stilecht einzusetzen weiß. Sensationell ist der Vintage-Sound deshalb zwar nicht, aber als kleine, sommerliche Soul-Brise taugt „Raw Love“ allemal.

Anspieltipps:

  • Bruno
  • Camera
  • Terrible lie
  • Sound of soda
  • That’s how I roll
Neue Kritiken im Genre „Soul“
Diskutiere über „Rhonda“
comments powered by Disqus