Emil Bulls - Sacrifice To Venus - Cover
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Emil Bulls Sacrifice To Venus


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 53 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Geeignet für Menschen, die auf ein neues Album von Limp Bizkit warten.

Die Emil Bulls (aus München!) steuern fleißig auf ihr zwanzigjähriges Bestehen zu. In dieser Zeit hat sich die Band nie zu 100% auf einen Stil festlegen lassen und auf ihren bis dato sieben offiziellen Studioalben eifrig zwischen Stoner-, Crossover- bzw. Nu-Rock oder Alternative Metal hin und her gewechselt. Mit dem nun erscheinenden „Sacrifice To Venus“ verhält es sich exakt genauso. So richtig bekommt man die Emil Bulls nicht in eine Schublade gestopft. Das finden die Fans der Bayern natürlich ganz toll, die das letzte Studiowerk „Oceanic“ (09/2011) bis in die Top 20 der deutschen Album-Charts gekauft haben. Es kann aber auch nicht verhehlt werden, dass die Emil Bulls zu der Sorte Bands gehören, die in Deutschland etwas merkwürdig angesehen sind, siehe dazu die Brüder im Geiste 4LYN, H-Blockx und Donots.

Doch vielleicht können sich die Emil Bulls von solchen Vergleichen zukünftig endgültig lösen. So konsequent und bretthart wie auf „Sacrifice To Venus“, hat der Hörer das Quintett aus der Vergangenheit jedenfalls nicht in Erinnerung. Hier macht sich der Einsatz von zwei Gitarren bemerkbar, die dem Nu-Metal aus der Produktionsschmiede von Dan Weller (u.a. Enter Shikari, Gallows, Young Guns, Blitz Kids, Bury Tomorrow) einen massiven Unterbau bescheren. Wer zudem Sänger Christoph von Freyendorf vom Haken lässt, ist selber schuld. Der Bursche kann den Hörer auf der einen Seite mit hymnischen Halbballaden in den Schlaf singen („Gone baby gone“) und auf der anderen Seite den Kitt aus der Brille brüllen, als gäbe es kein Morgen („The grave“).

Eventuell sind es latente Ausrutscher wie „Pants down“, „I wanna feel you“ oder auch „Rainbows and butterflies“, die den neutralen Emil-Bulls-Hörer auch auf diesem Album immer wieder an die artverwandten 4LYN, H-Blockx und Donots erinnern und damit am Ende doch ein wenig die 100%ige Entschlossenheit vermissen lassen, die Knaller wie „The reckoning“, „Hearteater“ oder den Titeltrack auszeichnen. Davon hätten wir uns mehr gewünscht. So aber ist das Endergebnis etwas unausgegoren und wie aus der Zeit gefallen. Aber es soll ja auch noch Menschen geben, die auf ein neues Album von Limp Bizkit warten.

Anspieltipps:

  • Hearteater
  • Man or mouse
  • The reckoning
  • Sacrifice to Venus
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