Karma To Burn - Arch Stanton - Cover
Große Ansicht

Karma To Burn Arch Stanton


  • Label: Deep Dive Records
  • Laufzeit: 38 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Arch Stanton“ ist kein Höllenritt durch West Virginia geworden, doch dank genug Druck hinter den Tönen, kommt zumindest keine Langeweile auf.

Das Experiment „Musik nach Zahlen“ geht in die nächste Runde. Karma To Burn machen sich weiterhin einen Spaß daraus, Lieder scheinbar wahllos zu beziffern. Es könnte eine Weile dauern, bis man weiß, ob nun „Fifty-Three“ oder „Fifty-Four“ der stärkste Track des Albums ist. Die Band bleibt sich jedoch nicht nur in dieser Hinsicht treu. Die Gesangsexperimente des letzten Albums wurden restlos über Bord geworfen. Ein paar Spoken-Word-Einschübe im Schlusstitel sind alles, was im Entferntesten an Versuche erinnert. Und genau dies führt dazu, dass es letztlich gar nicht wichtig ist, sich einzelne Titel der neuen Platte zu merken.

„Arch Stanton“ ist eine Maschine, die mit dem Betätigen der Play-Taste ohne Halt los rattert. Karma To Burn setzen so konsequent auf geradlinigen Rock, dass es kein Halten gibt. Variationen von Tempo und Stimmung kann man gerne haben, aber eben nicht auf dieser LP. Sobald der Opener „Fifty-Seven“ auf Touren gekommen ist, wird bis zum letzten Akkord des Closers nicht nachgelassen. Es ist erstaunlich, dass das Album bei solch einer fast schon stumpfsinnigen Attitüde nicht schnell langweilig wird. Die Lieder lösen sich geradezu elegant wie gekonnte Staffel-Läufer ab und preschen zum Ziel. Dass die Band dabei nicht den Anschein aufkommen lässt, möglichst schnell zum Abschluss kommen zu wollen, ist ein kleiner Verdienst dieser so stringenten Scheibe.

Karma To Burn ist mit solch einer einfachen Musik zum energetischen Kopfnicken nichts was es sich unbedingt im Kalender anzustreichen lohnt. Es würde kaum jemand dieses Album vermissen, wäre es nicht da. Wem aber doch gerade nach instrumentalem und möglichst eingängigem Stoner-Rock ist, der kann mit diesem Album gar nichts falsch machen. Wäre es nicht so unsagbar frei von Höhepunkten, könnte man vielleicht sogar von einem angenehmen Zenit einer Band sprechen. Mit diesem letztlich doch sehr einfachen und bei aller Unterhaltung nicht sonderlich einprägsamen Ansatz müssen Karma To Burn sich jedoch damit zufrieden geben, nur ein würdiger Vertreter ihrer Sparte zu sein.

Anspieltipps:

  • Fifty-Seven
  • Fifty-Four
  • Fifty-Nine

Neue Kritiken im Genre „Stoner-Rock“
7/10

Sechs
  • 2018    
Diskutiere über „Karma To Burn“
comments powered by Disqus