Spoon - They Want My Soul - Cover
Große Ansicht

Spoon They Want My Soul


  • Label: Anti Records
  • Laufzeit: 37 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Gut wie eh und je, der Spoon-Sound zieht noch immer.

Von Post-Punk zu Pop-Rock. So lässt sich in Kürze der Werdegang von Spoon beschreiben. Seit 1993 bahnten sich die Jungs ihren Weg aus dem texanischen Untergrund zu kommerzieller und kritischer Würdigung, die sie spätestens 2001 mit „Girls Can Tell“ erreichten und 2007 mit „Ga Ga Ga Ga Ga“ festigten. Minimalistischer Rock mit klarer Produktion, eingängigen Melodien und doch viel Struktur. So simpel die Songs des Quintetts um Sänger Britt Daniel auch schienen, langweilig wurden sie nie.

„They Want My Soul“ knüpft auf angenehme Weise daran an. Mit ihrem mittlerweile achten Album machen Spoon zwar eigentlich nichts neu, aber weiterhin alles richtig. Die Melodien und Schlagworte aus den Texten bleiben im Ohr. Ohne Albernheiten, ohne Peinlichkeiten. Britts kratzige Stimme, im Gesang irgendwo zwischen leidenschaftlicher Intonation und hingerotzter Aussprache, ist Erkennungsmerkmal für sich und beweist immer wieder ihre Vielseitigkeit: sehnsüchtig begleitet sie die simplen aber wirkungsvollen Akkordwechsel in der Ballade „Inside Out“, lässig krächzt sie im Tempotrack „Let Me Be Mine“.

Dazu die simplen Melodien, die auf diesem Longplayer auf unterschiedlichste Weise aufgewertet werden. Sei es durch den stetigen Gitarren-Aufbau bei „Rent I Pay“, schiefe Piano-Klänge in „Rainy Taxi“, die grandiosen Pfeifeinlagen und Kreisch-Gitarren bei „Knock Knock Knock“ oder spacige Synthies, die an die französischen Funker von Dax Riders erinnern, in „Outlier“ und „New York Kiss“. Dabei ist der Titeltrack „They Want My Soul“ wohl noch der untypischere Spoon-Track des neuen Albums, da er außer verhältnismäßig virtuosem Gitarrenspiel keine neuen Elemente einbringt.

Mit „They Want My Soul“ stellen Spoon erneut ihre Konsistenz unter Beweis und bringen mit den unterschiedlichen neuen Songelementen doch wieder Überraschung ins Spiel. Etwas anderes hätten wir von dem Quintett aber auch nicht erwartet.

Anspieltipps:

  • Inside Out
  • Knock Knock Knock
  • Let Me Be Mine
  • Rainy Taxi

Neue Kritiken im Genre „Rock“
7/10

Alles Fliesst
  • 2020    
Diskutiere über „Spoon“
comments powered by Disqus