Secret Garden - Just The Two Of Us - Cover
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Secret Garden Just The Two Of Us


  • Label: Panorama/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 62 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Entspannungs-Pop zwischen New Age, Klassik und Irish Folk.

Mit der Teilnahme und dem Gewinn des 1995er Eurovision Song Contests in Dublin, Irland, startete das Duo Secret Garden von null auf hundert durch. Die Band, bestehend aus dem Norweger Rolf Løvland und der Irin Fionnuala Sherry, gewann mit dem Titel „Nocturne”, der überwiegend instrumental gehalten ist (der Text besteht gerade einmal aus 24 Worten) vor den Kandidaten aus Spanien und Schweden und begründete damit einen Publikums-Run auf den Secret-Garden-Sound, der irgendwo zwischen Irish Folk, New Age und Art-Pop angesiedelt ist und seitdem auf zahlreichen Alben mehr als 4,5 Millionen Käufer gefunden hat.

Mit „Just The Two Of Us“ präsentieren Secret Garden eine weitere Compilation ihrer fast 20-jährigen Erfolgsgeschichte. Diesmal haben sie ihre größten Hits und beliebtesten Albumklassiker aus mittlerweile acht Studiowerken als radikal abgespeckte Unplugged-Versionen neu eingespielt und um zwei neue Stücke erweitert. Dabei haben sich Rolf Løvland (Piano, Produktion) und Fionnuala Sherry (Violine) bei den Arrangements auf ein absolutes Minimum beschränkt und auf diese Weise einen beruhigend wirkenden Reigen entspannender Klassik-Pop-Musik kreiert.

„Just The Two Of Us“ ist ein betont leises Album, das wie ein Live-Konzert funktioniert, das eine in sich harmonische und geschlossene Stimmung transportiert. Gesangseinlagen bzw. weitere Instrumente werden zu keiner Zeit vermisst, auch wenn im finalen, dem von fast 1.000 unterschiedlichen Künstlern gecoverten Bonus Track „You raise me up“, Brian Kennedy und Tracey Campbell zu hören sind. Doch das ist die einzige Ausnahme.

Secret Garden setzen konsequent auf ihre puristische Grundlage aus Violine und Piano, auch wenn Klassik-Fetischisten sicher nicht die ersten Ansprechpartner für das Duo sind. Dazu sind die Songs dann doch zu poppig und die spielerische Technik mit zu wenigen Raffinessen gespickt. Zudem ähneln sich die Stücke insgesamt sehr stark, was auch der schwerwiegendste Kritikpunkt ist. Denn ohne Blick auf die Track List und das Display des CD-Spielers, wähnt sich der Hörer sehr schnell wie in einer Endlosschleife aus Violinen- und Pianoklängen gefangen, in der es kein Vor und kein Zurück gibt.

Anspieltipps:

  • Poéme
  • Nocturne
  • Reflection
  • The promise
  • You raise me up
  • Sometimes when it rain
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