Trey Songz - Trigga - Cover
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Trey Songz Trigga


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 57 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf „Trigga“, dem sechsten offiziellen Studio-Longplayer von Trey Songz, erfährt der Hörer viel Wissenswertes über Smartphones und Beulen in der Hose.

Tremaine Aldon Neverson alias Trey Songz (29) nahm bereits im Alter von 21 Jahren sein Debütalbum „I Gotta Make It“ (2005) auf, das beim Majorlabel Atlantic Records erschien. In regelmäßigen Abständen kamen bis dato vier weitere Alben des Sängers aus Petersburg, Virgina, auf den Markt, mit denen er sich sukzessive mehr Popularität erarbeitete und in den Charts immer höher kletterte. Mit „Chapter V“ (2012) hatte Trey Songz dann endlich den Hitparadenthron erkämpft. Doch in den Single-Charts gab es bis jetzt erst ein paar Top-10-Platzierungen zu holen. Nichtsdestotrotz steht er mit mehr als drei Millionen verkauften Tonträgern in einer guten Position, um die alten Recken des R&B irgendwann zu beerben. Mit „Trigga“, seinem sechsten offiziellen Studio-Longplayer, geht die Jagd weiter.

Mit vier vorab ausgekoppelten Singles und der Star-Power von (u.a.) Justin Bieber, Juicy J und Nicki Minaj versucht Trey Songz die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu erklimmen. Doch lediglich „Na na“ konnte einigermaßen Aufmerksamkeit erregen. Mit den zum Teil sehr expliziten Texten auf „Trigga“ wird Trey Songz wohl ebenso wenig Interesse wecken, auch wenn z.B. Nicki Minaj in „Touchin, lovin“ alles gibt und der 29-Jährige in gefühlt jedem zweiten Song zum Besten geben muss, wen der Nigga auf dem Klo im Club nageln möchte. R. Kelly, ick hör dir trapsen!

Mit dem Opener „Cake“ beginnt „Trigga“ wuchtig und fordernd. Doch genauso schnell lässt die Freude auch wieder nach. Denn Trey Songz verstrickt sich wie Dutzende seiner R&B-Kollegen in seifigen Beats, schlüpfrigen Texten und lahmen Melodien. Da hilft keine Kollaboration und kein mitten auf dem Album untergebrachter Remix: „Trigga“ ist und bleibt austauschbarer US-R&B in Reinkultur, der „Smartphones“ thematisiert, ausgelutschte Samples von Daft Punk und den Fugees verwendet sowie Falsettgesang und E-Gitarrensoli à la Prince miteinander verbindet. So wandelt „Trigga“ auf einem schmalen Grat zwischen Langeweile, Fremdscham und Schilderungen über die Beule in der Hose von Herrn Neverson. Alter Falter. Das ist wirklich mal Crazy Shit. Nicht!

Anspieltipps:

  • Cake
  • Late night
  • Smartphones
  • Foreign remix
  • Change your mind
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