Accept - Blind Rage - Cover
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Accept Blind Rage


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 59 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
8.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Accept im Jahr 2014 klingen genauso, wie Accept im Jahr 2012.

Als die deutsche Heavy-Metal-Bastion Accept vor vier Jahren nach ewig-langer Pause mit dem neuen Sänger Mark Tornillo (60) und dem Album „Blood Of The Nations“ (08/2010) auf die Bildfläche zurückkehrte, konnte wirklich niemand ahnen, dass dieses Comeback, dem von Teilen der sogenannten Fachpresse keine große Aussichten eingeräumt wurden, dermaßen erfolgreich werden und bis heute andauern würde. Denn auch der Nachfolger „Stalingrad“ (04/2012) stieß auf offene Ohren und verkaufte sich genau wie „Blood Of The Nations“ bis dato mehr als 100.000 Mal. Keine Frage, dass das teutonische Uhrwerk nun mit Comeback-Album Nummer drei, „Blind Rage“, um die Ecke kommt, um den Erfolgsdreier vollzumachen.

Auch deshalb sind Experimente, wie zuletzt in den 90er Jahren, inzwischen verboten. Der Fan soll von Accept das bekommen, was er erwartet. Und das sind nun mal harte Riffs, groovige Rhythmen und eingängige Refrains. Damit diesbezüglich ja nichts in die Hose geht, wurde wieder auf den englischen Produzenten und Toningenieur Andy Sneap (u.a. Amon Amarth, Nevermore, Exodus, Megadeth, Arch Enemy) zurückgegriffen, der auch schon die vorherigen beiden Accept-Alben betreut hat und aus Mastermind Wolf Hoffmann genau diese Markenzeichen heraus kitzelt.

Nach einem Uptempo-Opener („Stampede“), der maximal zum Vorglühen taugt, legen Accept in „Dying breed“ schon deutlich mehr ihrer erfolgserprobten Kniffe hinein. Wolf Hoffmann verbaute das eine oder andere Gitarrensolo, während dicke Chöre den Weg für Mark Tornillos Reibeisenstimme ebnen. So wollen wir Accept hören. Und so geht es auch weiter. „Dark side of my heart“ gestaltet sich als sichere Hymne mit einer cool groovenden Rhythmus-Sektion, während „Fall of the empire“ zwar ebenso hymnisch, aber noch stärker auf mahlende Grooves und majestätische Chöre setzt.

So wechseln sich schnelle Nummern wie „Trail of tears“ und „Bloodbath mastermind” mit geduldig groovenden Mahlsteinen wie „From the ashes we rise“ oder dem mit einer ungewöhnlich poppigen Hookline ausgestatteten „Wanna be free“ ab. Dabei bleiben sich Accept stilistisch maximal treu und zelebrieren genau die Art Heavy Metal, wie ihn die Fans der Solinger hören wollen. Sie beweisen, dass eingängige Melodien und knackige Härte wunderbar zusammen funktionieren, ohne dass es albern wirkt, und setzen damit ihr Comeback würdevoll fort.

Anspieltipps:

  • The curse
  • Dying breed
  • Wanna be free
  • Bloodbath mastermind
  • Dark side of my heart
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