Graveyard Train - Hollow - Cover
Große Ansicht

Graveyard Train Hollow


  • Label: Cargo Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein bisschen düster, ein wenig makaber, aber letztlich einfach nur freundliche Kneipenmusik.

Es geht um Untote, den Weltuntergang und die eigene Sterblichkeit auf Graveyard Trains „Hollow“. Zumindest wenn man den gesungenen Worten glauben möchte. Letztlich geht es aber um nichts weiter, als um kleine Schauergeschichten und stampfende Rockmusik, die mit breiter Spur Folk problemlos den Mainstream umschifft. Piratengesänge in „The Sermon“ sind erwünscht, Rumgeknatsche wie in der Single „I'm Gone“ und „One Foot On The Grave“ gewollt. Und wenn es darum geht, den Fuß im Takt zu bewegen, dann lässt die australische Band Hörer auch über die gesamten 43 Minuten nicht im Stich.

„Hollow“ ist eine simpel gestrickte Scheibe, die im Grunde sogar einfache Radiomusik abliefert. „Life Is Elsewhere“ und selbst „The Doomsday Cult Blues“ sind geradlinige Stücke, die sich allein durch ihren düsteren Klang von buntem Einerlei unterscheiden. Die Lieder klingen alle leicht zugänglich an, sind aber ebenso schnell wieder aus dem Gehörgang verschwunden. Nur wenige Tracks wie „The Priest“ schaffen es tatsächlich, sich mit einer bleibenden Note zu präsentieren. Oftmals bleibt jedoch nicht mehr als eine blasse Vorstellung von dem, was eben gerade noch Eindruck schinden wollte.

Zu viele der Lieder klingen zu einfach nach drei simplen Akkorden, die für das lokale Zusammenkommen nett sind, für Außenstehende aber alles andere als überwältigend klingen. Am Stil der Band soll es nicht liegen, da Gruppen wie The Silent Comedy und viele andere diese Sorte von Folk-Rock durchaus beherrschen und starke Musik aus dem recht einfachen Mitsing-Gerüst basteln. Graveyard Train gehen hingegen nur recht leicht ins Ohr, langweilen an vielen Stellen jedoch auch zu schnell und bleiben damit nicht mehr als eine Randnotiz des Genres und der Musik überhaupt, die man sich in erster Linie in den Schrank stellt, weil man dann wahrscheinlich der Einzige ist und sich hervorheben kann. Die Musik selbst trägt dazu allerdings nicht allzu viel bei.

Anspieltipps:

  • Mary Melody
  • I'm Gone
  • The Priest

Neue Kritiken im Genre „Folk-Rock“
Diskutiere über „Graveyard Train“
comments powered by Disqus