Jupiter Jones - Glory. Glory. Hallelujah - Cover
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Jupiter Jones Glory. Glory. Hallelujah


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 91 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Abschiedsgruß der Eifel-Rocker von und mit ihrem Gründungsmitglied Nicholas Müller.

Nach Spaß und Halleluja dürfte den Jungs von Jupiter Jones nicht zumute gewesen sein, als sie Anfang März dieses Jahres sämtliche Tourneetermine absagen mussten, weil Sänger und Texter Nicholas Müller an einer akuten Angststörung erkrankt war und die Band daraufhin verließ. Doch Aufhören war keine Option. Mit Sven Lauer wurde schnell ein neuer Frontmann gefunden, mit dem Jupiter Jones seit Juni ihre Tour fortsetzen, die noch bis Ende September läuft. Inmitten dieser Tournee erscheint nun das Doppel-Live-Album (plus DVD) „Glory. Glory. Hallelujah“ mit einem Mitschnitt aus dem Gloria-Theater in Köln aus dem Jahr 2012.

Wir erinnern uns: Jupiter Jones waren mit ihrem damals aktuellen Longplayer „Jupiter Jones“ unterwegs, der überraschend Hitsingles wie „Immerfürimmer“ und allen voran „Still“ (erreichte Platz 10 und hielt sich 52 Wochen in den Charts!) abwarf. Damit hatte die Band ihren kommerziellen Höhepunkt erreicht und konnte Ideen umsetzen, wie an vier Abenden hintereinander im 950 Besucher fassenden Kölner Gloria-Theater zu spielen, um sämtliche JJ-Studioalben live darzubieten. Ein ähnliches Konzept haben im vergangenen Jahr schon Madsen umgesetzt und auf dem Box-Set „10 Jahre Madsen Live“ festgehalten. Jupiter Jones waren mit der Live-Aufführung ihres gesamten Schaffens also ein gutes Jahr früher dran als Madsen, mit der Veröffentlichung auf CD/DVD waren Madsen dagegen sechs Wochen schneller. So kann’s gehen.

Aus allen gespielten Songs der vier Studioalben wurde im Nachhinein ein Live-Werk montiert, das sich auf 20 nicht chronologisch sortierte Nummern beschränkt und damit den klassischen Anforderungen an ein Live-Album gerecht wird, auf dem in aller Regel nur die größten Hits und Favoriten zu finden sind. Das nimmt dieser Live-Box vor allem unter den JJ-Kennern leider einiges an Spannung, auch wenn es sich dabei um das erste reguläre Live-Album des Quartetts aus der Eifel handelt, lässt man einmal die Akustik-DVD/CD „Leise“ (04/2008) außen vor. So reduziert sich „Glory. Glory. Hallelujah“ auf eine Standard-Bedienung zwischen lärmendem Indie-Punkrock („Hey! Menetekel“) und großen Pathos-Nummern („Still“). Das ist selbst für Hardcore-Fans ein bisschen wenig.

Anspieltipps:

  • Still
  • Berlin
  • Auf das Leben
  • Immerfürimmer
  • Wenn alle es verstehen
  • Das Jahr in dem ich schlief
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