Marion Raven - Songs From A Blackbird - Cover
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Marion Raven Songs From A Blackbird


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Marion Raven hat es endlich geschafft, den unsäglichen Pop-Rock-Sound im Stile von Avril Lavigne abzulegen.

Die Norwegerin Marion Raven (30) war einst zusammen mit Marit Larsen ein Teil des Duos M2M, das Mitte der 90er Jahre zwei Alben auf den Markt brachte, die sich wie geschnitten Brot verkauften. 2002 trennten sich M2M und sowohl Marit Larsen als auch Marion Raven starteten Solokarrieren, wobei die ein Jahr ältere Larsen bis jetzt im direkten Vergleich kommerziell erfolgreicher ist, was vor allem ihrer Hitsingle „If a song could get me you” (2008) zuzuschreiben ist. Marion Raven scheint dagegen ein wenig das Opfer ihrer bisherigen Plattenfirmen gewesen zu sein, die mit der jungen Musikern zwischen 2006 („Here I Am“) und 2007 („Set Me Free“) eine Art zweite Avril Lavigne installieren wollten, was hinten und vorne nicht geklappt hat, sieht man einmal von den respektablen Verkaufszahlen in ihrer Heimat sowie auf Teilen des asiatischen Markts ab.

Ravens im Jahr 2009 fertiggestelltes drittes Studioalbum „Nevermore“ (geplant für 2010) kam aufgrund zwei gefloppter Vorabsingles überhaupt nicht mehr auf den Markt, wodurch die Solokarriere der Sängerin und Songschreiberin vorübergehend auf Eis lag. Erst mit dem in Norwegen im April 2013 auf den Markt gekommenen Werk „Songs From A Blackbird“ meldete sich Marion Raven als Solokünstlerin auf der Bildfläche zurück. Und während für Ravens Heimatland mit „Scandal“ bereits der nächste Longplayer für September dieses Jahres angekündigt wird, steht nun erst mal die Veröffentlichung der internationalen Version von „Songs From A Blackbird“ an.

Das Positive an diesem Album: Marion Raven hat es endlich geschafft, den unsäglichen Pop-Rock-Sound im Stile von Avril Lavigne abzulegen und sich auf ein erwachsenes Songwriting konzentriert. Das Ganze ist freilich immer noch mehr im Pop zuhause als im Singer/Songwriter-Segment, doch ein erster Schritt ist getan und das ist auch gut so. Trotzdem ist der Weg noch weit, bis sich die 30-Jährige eindeutig positioniert hat. Denn noch dominieren schöne, aber harmlose Melodien, die in einem poppigen Breitwandstil produziert wurden („The minute“), gerne auf Streicher zurückgreifen und dabei im besten Fall nach ABBA klingen („In dreams“, „Driving“).

Damit eckt die Norwegerin garantiert nicht an, auch wenn es ab und an arg seicht zu werden droht („Home“, „Never gonna get it“). Mit Stücken wie dem Refrain-gewaltigen „Better than this“ oder fluffigen Sommerhits wie „Colors turn to grey“ reißt sie es dann streckenweise wieder raus. Doch mehr als Durchschnitt kann Marion Raven unterm Strich mit den 12 Tracks ihres dritten Albums nicht bieten. Warten wir also auf Werk Nummer vier, aber bitte nicht wieder sieben Jahre! Denn wie wir wissen, ist schon mal ein Longplayer der Sängerin und Songschreiberin einfach so in der Giftkammer der Plattenfirma verschwunden.

Anspieltipps:

  • The minute
  • Better than this
  • Colors turn to grey
  • When you come around
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