Soundtrack - Jersey Boys - Cover
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Soundtrack Jersey Boys


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 62 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Schöne Geschichtsstunde unter der Aufsicht von Clint Eastwood: Die Story der Four Seasons.

Zuerst war es ein Musical, das im Jahr 2005 an den New Yorker Broadway kam und danach einen Siegeszug durch die Musical-Theater in England, Südafrika, Kanada, USA, Singapur, Australien und den Niederlanden begann. Jetzt ist es eine Verfilmung eben dieses mit vier „Tony Awards“ preisgekrönten Musicals, die unter der Regie von Hollywood-Haudegen Clint Eastwood (84) in die Lichtspielhäuser kommt: „Jersey Boys“ – die Geschichte der Doo-Whop-Band The Four Seasons.

The Four Seasons gründeten sich im Jahr 1953 unter dem Namen Variety Trio. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Frankie Valli (Gesang), Tommy DeVito (Gitarre, Gesang), Hank Majewski (Gitarre), Billy Thompson (Drums) und Nick DeVito (Bass). Erst ab 1962 nannte sich die Gruppe The Four Seasons. Zu diesem Zeitpunkt hatten Nick DeVito und Hank Majewski die Band bereits wieder verlassen. In den 60er Jahren erschienen von den Four Seasons locker zwei Dutzend Studio- und Live-Alben sowie Compilations. Von 1962 bis 1976 waren es allein 23 Studioalben. Kein Wunder, dass es die Band auf jede Menge Top-Ten-Singles brachte, die nun zentraler Bestandteil des Soundtrack-Albums sind, das parallel zum Kinostart erscheint.

Der Soundtrack wurde von dem Four-Seasons-Mitglied Bob Gaudio (71) produziert, der u.a. auch Alben von Michael Jackson, Neil Diamond und Barbra Streisand im Studio betreute. Er beinhaltet sowohl Originalsongs aus den Swinging Sixties, als auch Stücke aus dem 2005er Musical sowie Neueinspielungen für den Kinofilm. Unterm Strich eine homogene Mischung, die binnen einer guten Stunde einen schönen Einblick in das Schaffen der Four Seasons gibt, die so manchen Evergreen abgeliefert haben, den der eine oder andere z.B. aus Kinofilmen kennt, aber bis dato nicht den Four Seasons zuordnen konnte.

Die Fröhlichkeit, die die meisten Four-Seasons-Songs umgibt, erinnert an die Beach Boys, nur dass es bei ihnen nicht um Sommer, Sonne, Strand, Surfbretter, hohe Wellen und coole Cabrios, aber sehr wohl auch um Girls, Girls, Girls geht. So schließt sich der Kreis mit einem kurzweiligen Album, das den Geist der 60er Jahre vermittelt und auch ohne die Bilder auf der Leinwand prächtig funktioniert.

Anspieltipps:

  • Stay
  • Sherry
  • Fallen angel
  • Big man in town
  • Big girls don’t cry
  • A Sunday kind of love
  • Can’t take my eyes off you
  • December, 1963 (oh, what a night)
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