Deep Purple - Hard Road: The Mark 1 Studio Recordings 1968-1969 - Cover
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Deep Purple Hard Road: The Mark 1 Studio Recordings 1968-1969


  • Label: Parlophone/WEA
  • Laufzeit: 295 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die ersten drei Alben von Deep Purple ganz genau unter die Lupe genommen!

Es ist wirklich atemberaubend, mit welcher Intensität der Markt seit Jahren mit immer neuen Produkten aus dem Hause Deep Purple gefüttert wird, ohne dass die Quellen versiegen. Irgendwo muss die Kohle ja auch herkommen, denn in der aktuellen Dekade erschienen mit den Alben „Bananas“ (2003), „Rapture Of The Deep“ (2005) und „Now What?!“ (2013) gerade einmal drei neue Studioalben. Das Verlangen nach Musik von Deep Purple ist also scheinbar unersättlich. Und deshalb lassen sich die verschiedenen Plattenfirmen, bei denen Deep Purple seit dem Ende der 60er Jahre unter Vertrag standen bzw. aktuell stehen, alle Nase lang etwas Neues einfallen, mit dem sich Fans beglücken lassen.

Sicher keine brandneue Idee, dafür im Detail mal eine etwas andere Herangehensweise, um das erste Kapitel in der langen Deep-Purple-Geschichte (auch genannt „Mark I“) zu präsentieren, ist die Zusammenfassung der ersten Studioalben in einer Box. „Shades Of Deep Purple“ (10/1968), „The Book Of Taliesyn“ (02/1969) und „Deep Purple (07/1969)“ entstanden innerhalb eines guten Jahres in der Besetzung Rod Evans (Gesang), Ritchie Blackmore (Gitarre), Jon Lord (Keyboards), Nick Simper (Bass) und Ian Paice (Drums). Die Alben waren gewiss noch nicht das, wofür Deep Purple ab den 70er Jahren stehen sollten: Von Progressivität getränkter Hardrock. Doch sie waren durchaus die Wegbereiter für einen kreativen Höhenflug, der mit der Mark-II-Besetzung erst so richtig einsetzen sollte.

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Das Box-Set „Hard Road: The Mark 1 Studio Recordings 1968-1969” liefert die ersten beiden Alben jeweils in zwei unterschiedlichen Varianten, und zwar als Mono- und als Stereo-Mix. „Deep Purple“ erschien dagegen „nur“ noch als Stereo-Variante. Auf allen fünf CDs befinden sich Bonus Tracks als Ergänzung der Originalalben, sodass neben einem 48-seitigen Booklet insgesamt 58 Tracks zu Buche stehen, die in Anbetracht der immensen Veröffentlichungsflut nicht durchgängig als unentdeckt gelten dürften, aber auch für Deep-Purple-Archivare in dieser Form Sinn ergeben.

15 Monate hielt die Mark-I-Besetzung von Deep Purple, die mit ihren drei Longplayern sicher nicht die erste Wahl für Entdecker der Band sein dürfte. Dennoch ist dieses Paket eine wertige Aufarbeitung insbesondere für Hardcore-Fans und Kenner, die sich an den unterschiedlichen Klangmischungen erfreuen können und mit diversen Outtakes und Remix-Versionen noch ein paar Knochen vor die Füße geworfen bekommen, die für den nicht unbedingt verbraucherfreundlichsten Preis des Box-Sets entschädigen.

Anspieltipps:

  • Hush
  • Blind
  • April
  • Hey Joe
  • The painter
  • Mandrake root
  • Wring that neck
  • Kentucky woman
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