Brian Setzer - Rockabilly Riot! All Original - Cover
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Brian Setzer Rockabilly Riot! All Original


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Der ewig junge alte Kumpel Rockabilly von Brian Setzer frisch aufbereitet!

Wie eröffnet man ein Rockabilly-Album? Brian Setzer legt einen furiosen Start mit „Let’s Shake“ hin. Bass (Mark Winchester) und Drums (Noah Levy) wirbeln mächtig Staub auf, das Piano (Kevin McKendree) rollt im Affentempo und der Meister selbst twangt oder feuert Gitarrensalven ab, die mit einer Art Stakkato-Gesang um die Wette laufen. Brian Setzers Karriere begann mit den Stray Cats und mündete beim Brian Setzer Orchestra und in einer Solokarriere, die seit 1986 ihren Lauf nimmt. Als er 1979 mit den Stray Cats startete, war er ein wesentlicher Bestandteil der damals aufkommenden Rockabilly- und Neo-Rockabilly-Szene. Und Rock’n’Roll und Rockabilly hat Setzer nie losgelassen, auch wenn er mit seinem Orchestra seine Liebe zum Bigband-Sound und Swing ausleben musste.

Das nun vorliegende „Rockabilly Riot! All Original“ kann durchaus als Fortsetzung oder Weiterführung seiner 2005er Solo-Platte „Rockabilly Riot Vol.1: A Tribute To Sun Records“ gehört und verstanden werden. Produziert wurde das Album in Nashville von Peter Collins, der bereits auf „The Dirty Boogie“ und „Vavoom!“ mit dem New Yorker zusammengearbeitet hat.

Wie der Titel bereits verheißt, finden wir hier ausschließlich Originale und wie nicht anders zu erwarten, huldigt Setzer dem Rockabilly, wobei er hauptsächlich - wie im Genre üblich - Uptempo-Nummern zum Besten gibt. Wobei Setzer auch mit angezogener Handbremse zu überzeugen weiß, „The Girl With The Blues In Her Eyes“ und „Blue Lights, Big City“ setzen hier ausgezeichnete Duftmarken.

Wenn Setzer & Co. auf das Gaspedal treten, bleibt keine Auge trocken, geschweige denn das Trommelfell verschont. Der „Rockabilly Blues“ und „Cock-a-doodle Don’t“ rasen mit wahnsinnig schnellen Licks und schwingenden Twangs auf der Gitarre im Eiltempo durch die Gehörgänge, um die Signale umgehend an die zum Tanze bereiten Extremitäten zu senden. „Nothing Is A Sure Thing“ twangt direkt ins cineastische Tarantino-Land und “What’s Her Name” lässt die Hüften kreisen. Brian Setzer setzt dem alten Kumpel Rockabilly wieder mal ein Denkmal, versteht es dem Genre wiederholt Frische und neues Leben einzuhauchen. Gut gemacht, Mr. Setzer!

Anspieltipps:

  • Rockabilly Blues
  • Nothing Is A Sure
  • What’s Her Name
  • The Girl With The Blues In Her Eyes

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