Blood God - Blood Is My Trademark - Cover
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Blood God Blood Is My Trademark


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 108 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Halbnackte Frauen, massenhaft Kunstblut und heavy Riffs: Mr. Debauchery setzt zum zweiten Hardrock- und Metal-Schlag an.

Mit Blood God hat Debauchery-Mastermind Thomas Gurrath vor zwei Jahren nach der Band Big Ball ein weiteres Nebenprojekt gestartet, das nicht im Death Metal zu Hause ist, sondern im Hardrock und klassischen Heavy Metal, mit Einflüssen von AC/DC, Motörhead, Iron Maiden, Accept und Judas Priest. Nach dem Debütalbum „No Brain. But Balls!“ (09/2012) ist jetzt der zweite Longplayer „Blood Is My Trademark“ fertig, der wiederum als Doppelalbum aufwartet. Der Clou: Auf der zweiten CD befinden sich alle Songs noch einmal im böse gegrunzten Death-Metal-Style für den geneigten Debauchery-Puristen.

Das in Eigenregie produzierte Werk streckt die Claims schnell ab. Gurrath hat sich für ein simples Riffing und viel Tempo entschieden. Wird dagegen mal ein oder zwei Gänge runtergeschaltet, scheint sofort der übergroße AC/DC-Einfluss durch („Defenders of the throne of fire“, „Blood is my trademark“). Schließlich hat der Ur-Schwabe Thomas Gurrath nur deshalb mit der Rockmusik angefangen, weil er von Angus Youngs Gitarrenspiel infiziert wurde. Wie praktisch, dass er auch noch in der Lage ist, neben seinen Death-Growls, zu singen wie eine Mischung aus Brian Johnson, Udo Dirkschneider und Rob Halford. Dadurch kommt das richtige Metal-Feeling auf.

Nicht so toll ist dagegen die konsequente Simplizität der Stücke. Blood God knattern mit maximalem Gasfuß und den gewohnt blutigen Texten durch zehn neue Tracks, denen kompositorisch eine gewisse Eintönigkeit nicht abgesprochen werden kann. Wer es gut mit Blood God meint, vergibt das Prädikat „partytauglich“. Wer Gurraths intensive Huldigung der Metal-Götter dagegen nicht so intensiv spürt, wird sich eher genervt fühlen – und in Fällen wie dem dümmlichen „Sexy music for sexy people“ eventuell sogar ein wenig verarscht vorkommen.

Tatsächlich fehlen dem Longplayer am Ende die großen Momente, die auch schon der 2012er Vorgänger nur spärlich besaß. Doch wenn Gurrath und Co. so einen Augenblick erwischen, dann macht „Blood Is My Trademark“ richtig Spaß. Nur auf Albumlänge verteilt reicht es leider (noch) nicht.

Anspieltipps:

  • Slaughterman
  • World of blood gods
  • Blood is my trademark
  • Defenders of the throne of fire
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