Royal Blood - Royal Blood - Cover
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Royal Blood Royal Blood


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Royal Blood machen sich für die Nachfolge der White Stripes und Black Keys bereit.

Royal Blood aus dem englischen Seebad Brighton sind das nächste große Ding und der aktuelle Hype auf der britischen Insel, der Vergleiche mit Queens Of The Stone Age, The Black Keys, The White Stripes oder auch Led Zeppelin nach sich zieht. Die Namen können gar nicht groß genug sein. Doch auch wenn geneigte Musikfans längst vor den ständigen Hypes der Musikpresse im UK gewarnt sind, kann es nicht schaden, in Sachen Royal Blood einmal die Ohren zu spitzen. Denn was hier mit kernigen Blues- und Stoner-Riffs aus den Boxen rumpelt, ist mit Mike Kerr (Gesang, Bass) und Ben Thatcher (Drums) lediglich ein Duo, das zudem auf den Einsatz von E-Gitarren verzichtet.

Dass für den Longplayer, bis auf einen Track, tatsächlich keine E-Gitarren im Studio eingespielt worden sein sollen, klingt ob des Gehörten unglaublich und so richtig mag man dem Braten auch nicht trauen, dass Mike Kerr allein seinem Bass solche Töne entlockt. Doch letztendlich ist dies egal, solange das Gesamtpacket stimmt. Und das tut es! Denn auch wenn die beiden Herren von Royal Blood nicht so richtig mit der Sprache herauswollen, wie sie im Detail ihre mächtigen Rhythmen und aufgeheizten Riffs auf die Kette bekommen, ist ihr Debütalbum trotzdem ein ziemliches Pfund und bei den Fans der oben genannten Band an der richtigen Adresse.

Schon der Opener „Out of the black“ mit seinen vertrackten, an Tom Morello (Rage Against The Machine, Audioslave) gemahnenden Riff-Walzen und den verschleppten Grooves ist das Eintrittsgeld in die Riff-Manege der Engländer wert. Und diese treiben das muntere Blues- und Hardrock-Spielchen mit coolen Songs wie „Come on over“ und „Little monster“ (hier lässt ein gewisser Jimi Hendrix grüßen) oder auch „Figure it out“ (The Black Keys wären stolz auf den Titel, in dem als einzigem eine E-Gitarre zu hören sein soll...) sehr gekonnt weiter und bewerben sich damit bereits mit ihrem Debütalbum um einen Platz in der Champions League des Genres.

„Royal Blood“ ist ein Album ohne Schwächen. Mike Kerr und Ben Thatcher treten auf wie alte Hasen, obwohl sie noch sehr jung sind und noch nicht einmal zwei Jahre als Duo miteinander musizieren. Allerdings kennen sich Kerr und Thatcher seit sie Teenager waren und spielten gemeinsam in diversen Bands. Irgendwann kamen sie auf die Idee, dass sie ihre Art von Musik auch zu zweit produzieren könnten und sich deshalb nicht mehr mit kommendem und gehendem „Personal“ herumschlagen müssten. Das Ergebnis ist ein gutes bis sehr gutes Rockalbum, das mit knapp 33 Minuten Spielzeit genau auf den Punkt kommt und kein Gramm Fett zu viel hat.

Anspieltipps:

  • Careless
  • Figure it out
  • Little monster
  • Out of the black
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