Astral Doors - Notes From The Shadows - Cover
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Astral Doors Notes From The Shadows


  • Label: Metalville/Rough Trade
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
9.6/10 Leserwertung Stimme ab!

What you see is what you get. - Auch wenn die Astral Doors festgefahren sind, überzeugen sie mit einer gewohnt hohen Qualität.

Wahrscheinlich werden die Astral Doors auf ewig mit Rainbow verglichen werden, aber das muss ja nichts Schlechtes sein - nicht mal im Entferntesten. Mit sieben Studioalben und zwölf Karrierejahren in der Tasche hat diese Band auch genug Erfahrung sammeln können, dass eine Entwicklung hin zum eigenen Sound definitiv gegeben werden konnte. Und trotzdem ist „Notes From The Shadows“ keine Umwälzung und hält das Versprechen ein, den Hörern alle Trademarks, welche sie von den Herren aus Borlänge kennt, zu bieten. Auch beim Line-up hat sich nichts getan: Joachim Nordlund (Sky Of Rage) spielt die Gitarre, Ulf Lagerström den Bass, Johan Lindstedt das Schlagzeug, Jocke Roberg das Keyboard und der vielbeschäftigte, von Lion's Share, Wuthering Heights und Sabaton 2.0 (Civil War) bekannte Nils Patrik Johansson steht wieder hinter dem Mikro und überzeugt mit einer Stimme, die im direkten Vergleich zu seinen anderen Bands und Projekten immer noch am besten zu den Astral Doors passt.

Somit ist die Angelegenheit eine runde und eingespielte. Innovationen sucht man vergeblich, aber immerhin funktioniert die Musik der Astral Doors wie eh und je. Direkt zu Anfang bombardieren sie den Hörer mit einem melodischen Power-Metal-Duo in Form von „The Last Temptation Of Christ“ und „Disciples Of The Dragon Lord“ - hier spielen sie direkt mit offenen Karten und zeigen sich von ihrer besten Seite. „Confessions“ folgt dem Beispiel, gibt dem Album zusammen mit dem Opener einen Rahmen und versprüht als Rausschmeißer nochmal Energie mit durchgetretenem Gaspedal. Beinahe mutig ist dagegen der Verzicht auf eine Ballade. „Notes From The Shadows“ rockt durchgängig. Stampfender Heavy Metal mit klassischem Anstrich („Shadowchaser“, „Southern Conjuration“, „In The Name Of Rock“) findet sich genauso wie das schlichtweg großartige „Die Alone“, einem von dezenten Hammondorgeln - generell ein gern eingesetztes Instrument auf diesem Album - untermaltem Longtrack, der vielleicht zum Besten gehört, was die Schweden seit langer Zeit gemacht haben und neun Minuten lang spannend bleibt. Zusammen mit „Wailing Wall“ perfektioniert die Band praktisch ihre sich durch die eigene Diskographie ziehende Hommage an Rainbow, während sich Frontmann Johansson bei „Walker The Stalker“ mehr zum Aushilfs-Dio mausert, als je zuvor.

Somit ist „Notes From The Shadows“ das typische Album der Astral Doors geworden, welches Fans der Band und Liebhaber von Power- und klassischem Heavy Metal mit offenen Armen empfangen dürften. Wie so oft konzentriert man sich im Genre auf bequeme, fest getrampelte Pfade. Die Astral Doors bilden da keine Ausnahme, sind in ihrer Vorgehensweise sowohl außerordentlich souverän als auch limitiert. Mit einem Riecher für gute Melodien, mitreißende Riffs sowie einer durch die Bank guten Leistung an Instrumenten und Mikro, ist „Notes From The Shadows“ allerdings ein Gewinner, der sein Publikum finden und es ohne Frage zufriedenstellen wird.

Anspieltipps:

  • The Last Temptation Of Christ
  • Wailing Wall
  • Die Alone
  • Confessions

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