Magic! - Don´t Kill The Magic - Cover
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Magic! Don´t Kill The Magic


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 43 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Titel passt wie angegossen, ist allerdings eine Forderung an die Band und nicht an Hörer.

Da ist der nächste Versuch für den perfekten Sommersong. Noch mal schnell auf den Kalender geschaut und schon stellt jeder fest, dass es wohl kaum einen ungünstigeren Zeitpunkt gibt, um den seichten Reggae-Pop des kanadischen Gespanns anzubieten. Der eine mögliche Strand-Song („Rude“) oder die Sommer-RomCom-Begleitung („Let Your Hair Down“ und „Stupid Me“) sind auf einige Monate nicht drin. Und auch wenn Pop mit Reggae gewürzt nahezu automatisch ein wenig Lust auf Sonne versprüht, schafft „Don't Kill The Magic“ es ironischerweise nicht, ohne Sonne zu wirken.

Scheint die Sonne, und ist man im besten Fall zu mindestens 90% mit Liebe beschäftigt, dann scheinen die einfachen Melodien eines „Rude“ noch zu fruchten. Sobald dann jedoch auch noch der Rest Reggae über Bord geschmissen wird, setzt die große Langeweile ein. Der letzte Groove wird Liedern wie dem Titeltrack geraubt und was bleibt, ist unglaublich blutleerer Pop. Allein „Little Girl Big World“ traut sich zumindest eine Spur Funk zu und gibt mit genug Tempo ausreichend Dynamik mit, um nicht im grauen Mittelfeld der Mittelprächtigkeit zu verschwinden.

Die Balladen (z.B. „Let Your Hair Down“ und „One Woman One Man“) können dagegen zu keinem Zeitpunkt auf eigenen Füßen stehen und sind von abgelenkten Ohren abhängig. Wer nicht nur Töne zum Schunkeln im Hintergrund braucht, wird von der soften Zahmheit dieser Musik schnell enttäuscht sein. Nahezu beliebig können Hörer sich Lieder herauspicken, die fast schon aufdringlich positiv, aber doch irgendwie hoffnungslos romantisch anmuten. Immer wieder wird dasselbe Programm abgespult und wirkt dabei oft und öfter weichgespült. Und wenn die Lieder zum Abschluss wie „Mama Didn't Raise No Fool“ auch noch künstlich gestreckt werden, dann ist die Lust auch endgültig vergangen. Da helfen hier und da solide Titel auch nicht, um eine langweilige Talfahrt vom Qualitätsverlust abzuhalten.

Anspieltipps:

  • Rude
  • How Do You Want To Be Remembered
  • Little Girl Big World

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