Skid Row - Rise Of The Damnation Army: United World Rebellion Chapter Two - Cover
Große Ansicht

Skid Row Rise Of The Damnation Army: United World Rebellion Chapter Two


  • Label: UDR/WEA
  • Laufzeit: 29 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
7.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf die energetische Flut des wilden „United World Rebellion: Chapter One“ folgt die erlahmende Ebbe im umständlich betitelten zweiten Teil.

Sollten die Bonus-Tracks einer LP oder auch einer EP die Höhepunkte der jeweiligen Scheibe sein, dann ist das zumeist kein gutes Zeichen. Nicht nur lässt es am Geschmack der Musiker zweifeln, sondern auch ist die geringfügige Qualität des eigentlichen Hauptmaterials naheliegend. Natürlich könnte dies auch bedeuten, dass die zusätzlichen Lieder im Vergleich zum Hauptprogramm einfach nur noch besser sind. Doch bevor falsche Eindrücke entstehen, muss verdeutlicht werden, dass das Wort gut und seine Steigerungsformen im Zusammenhang mit „Rise Of The Damnation Army - United World Rebellion: Chapter Two“ selten Verwendung finden. Außer vielleicht: Gut, dass es nach nicht einmal einer halben Stunde wieder vorbei ist.

So hoch man „United World Rebellion: Chapter 1“ für seine kurzweilige und knackige Art loben konnte, so kritisch lauscht der Hörer diesen lang gezogenen und teilweise schlichtweg fürchterlichen Minuten, die trotz objektiver Kürze einfach nicht vergehen wollen. Wenn man meint, mit der Zeile „Shanghai, Shang-Low“ alles gehört zu haben, um ein bescheuert geschriebenes und auf Handbuch-Hardrock getrimmtes Album zu erkennen, kommt die den Würgereiz strapazierende, triefende Möchtegern-Hymne „Catch Your Fall“. Hardrock und Metal bieten sich ganz besonders an, um im Morast des falschen Pathos zu ertrinken und anstatt ernsthafte Bemühungen in den Sand zu setzen, ertränken Skid Row hier eine metaphorische Wasserleiche.

Um die Sprüchekiste zu bedienen, fehlt es dem Album mit dem viel zu umständlichen Namen nicht nur an allen Ecken und Kanten, sondern genau jene Ecken und Kanten suchen Hörer vergebens, wenn sie sich diesen Einheitsbrei geben, der als Höhepunkt in den Bonus Tracks zumindest solide vorgetragen wird. Die Peinlichkeiten („Give It Your Gun“ und „Catch Your Fall“) werden von musikalischer Belanglosigkeit („Damnation Army“) kaum kaschiert und auch die überbleibende Hälfte von unscheinbarem Mittelmaß-Material wird nirgends für Begeisterung sorgen. Skid Rows neuester Output schrammt nah daran vorbei, eine vollendete Frechheit darzustellen, doch auch bei allen Fähigkeiten der Band muss dieses Album zumindest als faul und lethargisch beschrieben werden. Und wenn der Band eine Unverschämtheit von Seiten der Fans vorgeworfen werden sollte, dann gilt es, diese Kritik abzusegnen und beschämten Hauptes zu Kreuze zu kriechen.

Anspieltipps:

  • Sheer Heart Attack
  • Rats In The Cellar

Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
5/10

Fistful Of Fire
  • 2020    
Diskutiere über „Skid Row“
comments powered by Disqus