The Rosebuds - Sand+Silence - Cover
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The Rosebuds Sand+Silence


  • Label: Western Vinyl/CARGO
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
8.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die hierzulande kaum bekannten Rosebuds spielen groß auf.

Bis jetzt segelte die im Jahr 2001 im amerikanischen Raleigh, North Carolina, gegründete Band The Rosebuds mehr oder weniger konsequent am europäischen Publikumsinteresse vorbei. Das könnte sich jetzt eventuell ändern. Denn auf ihrem sechsten offiziellen Studioalbum „Sand+Silence” haben Ivan Howard (Gesang, Gitarre, Piano) und Kelly Crisp (Gesang, Piano), ergänzt um Bon Ivers Justin Vernon (Gitarre, Orgel, Produktion), Nic Sanborn (Bass, Piano), Matt McCaughan (Schlagzeug), Logan Matheny (Gitarre), Brian Weeks (Gitarre) sowie Co-Produzent BJ Burton die wohl knackigsten und eingängigsten Songs ihrer Karriere eingespielt.

Vom Grundgedanken her sind The Rosebuds sicher immer noch eine Indie-Band. Doch warum nicht einfach mal ein bisschen dicker auftragen und musikalisch die volle Bandbreite zwischen Rock, Pop, Country und Folk ausnutzen? Das hat sich vielleicht auch das Duo Kelly Crisp und Ivan Howard gedacht, als es sein ehemaliges Bandmitglied Justin Vernon um Unterstützung bei seinem neuen Album bat. Dieses nahmen sie in Justin Vernons April Base Studio in Eau Claire, Wisconsin, unter Live-Bedingungen auf, was dazu führte, dass „Sand+Silence” ein sehr dynamisches Werk geworden ist, das für eine klassische Folk-Band ab und an zu laut („Blue eyes”), aber dafür wie gewohnt sehr melodieverliebt unterwegs ist („Give me a reason“).

Von Anfang an machen The Rosebuds klar, dass sie heuer im Vergleich mehr Biss („In my teeth“), mehr Spaß an Arrangements („Sand+Silence“) und mehr Bock auf melodischen Rock-Pop haben („Death of an old bike“). Mit diesem Selbstverständnis tönen Stücke wie „Looking for“ oder auch „Mine mine mine“ nach bestem 60er Jahre Surfer-Pop, „Tiny bones” ist in Country-Gefilden angesiedelt und eine Halbballade wie „Wait a minute“ erklingt im Stil der Beach Boys.

Fazit: Auf diese Weise lässt sich nun, besser spät als nie, letztendlich auch eine Band wie The Rosebuds zehn Jahre nach ihrem Debütalbum noch mit Freude entdecken.

Anspieltipps:

  • Blue eyes
  • In my teeth
  • Give me a reason
  • Death of an old bike

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