JOY - Under The Spell Of Joy - Cover
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JOY Under The Spell Of Joy


  • Label: Plastic Head/SOULFOOD
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
8.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Mütter der Wölfe lassen grüßen.

Kommen wir wirklich nicht um einen unfairen Vergleich mit Wolfmother herum? Nicht bei diesem Gesang, nein. Musikalisch gesehen orientieren sich Joy zwar mehr an Krautrockern, doch genau darin liegt ihr Problem. Wo die Wolfsmütter nämlich stets die richtige Länge für ihre Tracks gefunden haben, lassen sich konzeptionelle Schwächen auf „Under The Spell Of Joy“ sehr schnell ausmachen. Darüber können die unterhaltsamen ersten Minuten des starken „Miles Away“ und auch das genüsslich treibende „Confusion“ nur bedingt hinwegtäuschen.

Spätestens ab „Evil“ sind jedoch immer wieder gleiche Grundzüge herauszuhören, die zwar für die runtergeprügelte und intensive Rock-Schau genügen, aber nicht über die eigene Spieldauer hinausreichen. Die gefühlt ewigen Soli in „One More Time“ sollten sich nicht so anfühlen und, Überraschung, „Driving Me Insane“ ist strukturell der gleiche Track in grün. Diesmal mit mehr Bass und weniger Gitarre. Hier fehlen schlichtweg die Ideen, um ein abwechslungsreiches Erlebnis zu schaffen. Es kann nicht sein, dass „Death Hymn Blues“ die erste nennenswert Veränderung ist, da es sich bei diesem Lied obendrein um ein Zwischenspiel und keinen vollwertigen Song handelt.

Und wozu geht das Ganze über? Zu noch mehr lang gezogenem Progressive-Rock, der jedoch endlich wieder den Drive des Anfangs aufnehmen kann und mit „Miles Away“ und „Confusion“ die Entschuldigung für den Kauf dieses Albums perfekt macht. Von Perlen sollte man zwar noch nicht sprechen, doch wem nach ausgedehntem Fusion-Rock der 70er-Jahre ist, der kann sich problemlos in diesen Stücken verlieren. Bei Risiken und Langeweile sind drei Lieder aber auch mit zusammengerechnet stolzen 22 Minuten nicht genug.

Anspieltipps:

  • Miles Away
  • Confusion
  • Back To The Sun

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