The Bulletmonks - No More Warnings - Cover
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The Bulletmonks No More Warnings


  • Label: Deaf Shepherd/INDIGO
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nur keine falsche Bescheidenheit. Auch Deutschland hat Southern-Rock-Einflüsse. Die kommen in diesem Fall eben aus Franken.

Das war es dann also. Nachdem auch „Royal Flush On The Titanic“ den Vorschusslorbeeren des Debütalbums gerecht werden konnte, halten The Bulletmonks das Niveau allem Anschein nach spielend leicht hoch. „No More Warnings“ klingt schon vom Titel her wie eine Aufforderung, der Band das nötige Rampenlicht zu verschaffen. Schnell, laut und stets die Melodie in den Vordergrund stellend, spielen die süddeutschen Herren zum dritten Mal in Folge all ihre Stärken aus.

Die auffälligste Stärke der neuen LP ist dabei die angenehm knackige Konstruktion der Lieder. Der Titeltrack oder auch das folgende „The Enemy State“ verlieren sich nicht in unnötigen Umwegen oder versuchen packende Refrains zu oft auszupacken. Die Lieder finden stets gekonnt zum Ende und machen Lust auf mehr, ohne zu kurz zu geraten. Von null auf hundert liefert der jeweils anschließende Song dann auch, was die Vorreiter schon versprochen haben: Kompromisslosen, aber auch sehr zugänglichen Hardrock, der so schnell nicht aus dem Ohr gehen wird. Was den Fluss eines Albums angeht, übertreffen sich die Jungs aus dem Freistaat auf „No More Warnings“ abermals.

Dank des flüssigen Ablaufs fällt ein schwächerer Track (z.B. „So Wrong“) kaum auf und auch die leichte, gefühlte Überlänge eines „Frontline Sunshine“ bekommt kaum Gewicht bei einem ansonsten sehr geradlinigen Hardrock-Spaß. Dass mit „I Need A Lightsaber“ zudem ein an Tenacious D erinnernder Song den Weg auf das Album gefunden hat, unterstützt den Eindruck, dass sich die Bulletmonks noch nicht zu ernst nehmen, sondern in erster Linie Freude bereiten wollen.

Das neue Album hält den Ball gekonnt flach und lässt die Gruppe nur machen, was sie auch wirklich kann. Wer also große Abwechslung erwartet, wird enttäuscht. Vielleicht sogar im doppelten Sinne, da die Ballade „The Sound. The Love. The Booze.“ den einzig deutlichen Schwachpunkt des Albums darstellt. Wer hingegen die Vorab-Single „Chicago Lightning“ gehört hat und zu genau solcher Musik eine knappe Dreiviertelstunde die Luftgitarre auspacken möchte, der kann sich auf einen kurzweiligen Hardrock-Trip aus deutschen Landen einstellen, der keinesfalls bereut werden muss.

Anspieltipps:

  • Chicago Lightning
  • I Need A Lightsaber
  • Gotta Feel It

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