My Glorious - Hold What We Can Hold - Cover
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My Glorious Hold What We Can Hold


  • Label: Phonector/Recordjet
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Dieses Album muss man allein schon wegen des Mundharmonika-Solos im letzten Song kaufen!

Die in Wien, Österreich, beheimatete Band My Glorious steht mit ihrem dritten Album in etwas mehr als vier Jahren wie ein Uhrwerk getaktet parat, um den nächsten Schritt in ihrer bisher sehr hoffnungsvoll verlaufenen Karriere zu machen. Denn dass das Trio höhere Ambitionen auf sich und seine Musik hat, war schon auf den vorangegangenen Werken „Home Is Where The Heart Breaks“ (02/2010) und „Inside My Head Is A Scary Place“ (10/2011) zu hören, die jeweils internationalen Ansprüchen gerecht wurden. Mit dem von James Kenosha (Dry The River) produzierten „Hold What We Can Hold” knüpfen Sami Goodenough (Gesang, Gitarre), Gregor (Bass) und Paul Sailer (Drums) nahtlos an den guten Eindruck der ersten beiden Alben an.

Schon der stimmungsvolle Auftaktsong „Let me know“, der mit scheinbar simplen Mitteln wie ein kleiner Gospel an Bands wie Coldplay und U2 erinnert, macht deutlich, dass My Glorious in den vergangenen 20 Monaten sehr viel Hirnschmalz und Schweiß in ihre neuen Songs investiert haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob My Glorious die Temposchraube wie bei „Hold on“ und „We can build the sky“ nicht ganz lösen und lieber im Midtempo grooven oder wie im kraftvoll nach vorne peitschenden „If tonight is the night“ das Schwein fliegen lassen. Es geschieht immer mit Blick auf Melodien und Atmosphäre.

Für My Glorious ist dies ein wichtige Grundlage. Denn in der Tat stehen den beiden Österreichern und ihrem britischen Sänger und Gitarristen große Gesten („This love is tired“), fette Stadionhymnen („Satellite“) und Pathos-Pop à la Coldplay („Fight with the fire“, „Sparks“) wesentlich besser, als pseudo-dramatische Tracks wie „I was always the suspicious one“ und trendanbiedernde Elektro-Rock-Verschnitte wie „James Dean“. Diese leichten Ausfälle trüben ein wenig das Gesamtbild. Doch da muss der Hörer durch. Ansonsten verpasst er mit „Mountain off my back” ein wahrhaft furioses Finale, in dem die gute alte Mundharmonika eine zentrale Position einnimmt und in bester Folk-Rock- bzw. Singer/Songwriter-Manier alles wegbläst, was sich nicht bei drei auf dem nächsten Baum rettet. Ganz großes Kino!

Anspieltipps:

  • Sparks
  • Satellite
  • Let me know
  • This love is tired
  • Mountain off my back
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