Counting Crows - Somewhere Under Wonderland - Cover
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Counting Crows Somewhere Under Wonderland


  • Label: Capitol/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein gelungenes Comeback nach sechs Jahren ohne neue Eigenkompositionen.

Mit „Somewhere Under Wonderland“ erscheint seit dem Jahr 2008 das erste Album der Counting Crows mit neuen Eigenkompositionen, nachdem sie „Saturday Nights And Sunday Mornings“ (07/2008) auf den Markt brachten. Dazwischen veröffentlichten sie zwei Live-Alben und eine Platte mit Coverversionen. So lässt sich die Zeit zwar auch herumkriegen, aber nicht dauerhaft und nachhaltig. Und so legen Adam Duritz (Gesang), David Bryson (Gitarre), David Immerglück (Gitarre), Dan Vickrey (Gitarre), Millard Powers (Bass), Charlie Gillingham (Keyboards) und Jim Bobios (Drums) nun also, satte 21 Jahre nach ihrem Debütalbum „August And Everything After“ (09/1993), ihr erst siebtes Studiowerk vor.

Mit gerade einmal neun Songs ist das „Comeback“ der Kalifornier nicht gerade üppig bestückt. Dafür fallen einige Stücke wie der 8½-minütige Opener „Palisades park“ sehr lang aus und geben damit Adam Duritz ausreichend Raum für seine skurrilen und oft sehr persönlichen Texte, die zu den großen Stärken der Band gehören. Und so ist bereits „Palisades park“ wie eine Zusammenfassung der Markenzeichen der Counting Crows. Sie schwelgen in melancholischen Melodien und Stimmungen, variieren das Tempo und fahren diverse Schichten mit verschiedenen Instrumenten auf.

Doch die Counting Crows treten nicht auf der Stelle und suhlen sich in Schwermut, was ihnen gerne vorgeworfen wird. Dadurch wird dem Hörer eine Mischung aus Gute-Laune-Musik („Earthquake driver“, „Cover up the sun“), ungezwungenem Rock’n’Roll („Dislocation“, „Elvis went to Hollywood“) und akustischem Folk-Pop („God of ocean tides“) geboten, die durch einen warmen Sound besticht und erst ganz zum Schluss des Longplayers mit der großartigen Ballade „Possibility days“ wieder in den gewohnten melancholischen Heimathafen einläuft.

Fazit: Die Counting Crows melden sich nach einer langen kreativen Dürre mit neun überwiegend gelungenen Songs zurück, die beweisen, dass die Band nichts verlernt hat und in dieser Form sogar in der Lage sein müsste, mit zukünftigen Werken an ihre frühen Klassiker anzuknüpfen.

Anspieltipps:

  • Dislocation
  • Palisades park
  • Possibility days
  • John Appleseed’s lament
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