Godsmack - 1000 HP - Cover
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Godsmack 1000 HP


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 51 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Keine Midlife-Crisis in Sicht.

Godsmack werden melancholisch. „1000hp“, immerhin die sechste LP der Bandgeschichte, beschäftigt sich mit der Heimatstadt des Vierers aus den Staaten: Boston. Die Formation um Sully Erna legte bereits in der Vergangenheit einen gewissen Wert darauf, sich musikalisch nicht zu wiederholen und Neues auszuprobieren. Da das im Metal-Rock-Genre traditionell eher schwierig ist - schließlich will die Klientel mit ihrem geliebten Rockgeröhre bespaßt werden - verlagerten Godsmack ihre kreative zarte Seite auf eine eigene EP. „The Other Side“ kam 2004 komplett akustisch daher.

Derartig weichgespültes Material findet sich auf „1000hp“ nicht, dennoch verkündete Erna im Vorfeld eine gewisse Experimentierfreudigkeit im ersten Teil der Platte. Sogar von Punk war die Rede. Die Platte sei ein Hybrid aus Altbekanntem und Neuem. Was tatsächlich auffällt: Godsmack klingen etwas zahnloser, melodischer als auf früheren Werken. Das mag einerseits daran liegen, dass die Jungs ihre wilde Phase inzwischen hinter sich haben und mit sich mit großen Schritten der 50 nähern. Altern mit Würde sozusagen. Andererseits beweisen Godsmack, dass sie zwischen Akustischem und Aggressivem auch noch Zwischentöne beherrschen, die im Katalog der Band bis dato deutlich zu kurz gekommen sind. Interessant ist das allemal, auch wenn es nicht jedem Fan gefallen wird. Teil zwei der Platte kommt nach Aussagen Ernas eher klassisch daher, sollte also auch den Fans der ersten Stunde taugen. Die melodischere Schiene fährt der Vierer jedoch auch hier, wirkliche Ausbrüche sind selten geworden anno 2014.

Godsmack haben sich verändert. Der „neue“ Sound stellt keinen wirklichen Bruch mit der Bandtradition dar, dennoch werden hartgesottene Anhänger „1000hp“ womöglich zu soft oder handzahm finden. Aus neutraler Sicht liefert der Vierer aus Boston ein ordentliches Studioalbum ab, dem man zugutehalten muss, dass es sich musikalisch etwas traut.

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