Asa - Bed Of Stone - Cover
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Asa Bed Of Stone


  • Label: Naive/INDIGO
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
8.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Lebensbejahende, tiefgründige Musik - tief aus der Seele, für die Seele.

Wer sein Album „Bed Of Stone“ nennt, hat sicherlich einige schlaflose Nächte hinter sich. Das ist deshalb so erwähnenswert, da die ansonsten so energiegeladene Bukola Elemide alias Asa einen immerzu fröhlichen Eindruck macht. Sie selbst beschreibt sich als lebenslustiges Mädchen voller Tatendrang. Zwei Jahre lang war sie unterwegs, spielte fast täglich Gigs, nutzte ihre Tournee voll aus, begeisterte ihre Anhänger. Dann kam 2012 das Ende der Tournee und mit diesem Höhepunkt auch der Fall. Asa erlitt eine Art Burn-out.

Überraschenderweise bekämpfte Asa ihre eigene Unruhe nicht mit der verdienten Ruhe. Unterwegs zu sein, Songs zu schreiben, das scheint für sie wie Medizin. Songs über Geschichten, die das Leben schreibt. „Dead again“ beispielsweise ist dem Verrat einer engen Freundin gewidmet und macht mit unmissverständlicher Energie klar, wie Asa dazu steht. Doch Asa lässt sich, wie erwähnt, nicht so leicht unterkriegen. Sie steht wieder auf und lässt das Leben auf sich regnen. „Love found me“ ist das fröhliche Pendant zum ersten Track.

Ob einer tiefen spirituellen Dankbarkeit („Grateful“), dem Kampf gegen das Böse, das in Form des Teufels, aber auch in Form von Alkohol und Hass auftreten kann („Satan be gone“): Asa packt vermeintlich grobe Themen und gibt ihnen eine äußerst subtile Hülle in der Gestalt souliger, rhythmischer Melodien mit Tiefgang. Dabei wird dieser Tiefgang nie mit einer unerträglichen Sentimentalität, sondern einer lebensbejahenden Energie verbunden.

Die Aufnahmen ihres neuen Albums fanden - passend zur Reiselust der Künstlerin - an den verschiedensten Orten der Welt statt. Inspirieren und helfen ließ sie sich dabei von neuen Einflüssen und alten Freunden. Blair MacKichan aus Hastings, der bereits mit Will Young und Lily Allen zusammengearbeitet hatte, produzierte „Bed Of Stone“. Kurz vor der Fertigstellung kontaktierte Asa ihren früheren Produzenten Benjamin Constant, um alles zu perfektionieren. So entstand nach vier Jahren Pausen ein neues, inspirierendes Werk abseits aller Mainstream-Pfade.

Insgesamt klingt die heute 32-Jährige reifer, erwachsener. Um es in ihren Worten auszudrücken: „I was trying to live without water, was trying to breathe without any air, was losing the fight and now I realize that I wasn’t even alive” („Ife”). Wasser und Luft sind zurück und mit ihnen Asa mit ihrer ganzen Lebensfreude.

Anspieltipps:

  • Dead again
  • Ife
  • Situation
  • New year

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