Jazzkantine - Ohne Stecker - Cover
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Jazzkantine Ohne Stecker


  • Label: Rap Nation/INDIGO
  • Laufzeit: 62 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
3.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Band, 20 Jahre, 10 Alben, 15 auserwählte Titel.

In der Küche der Jazzkantine wird mal wieder experimentiert. Die beliebtesten Zutaten, nämlich Jazz, HipHop, Soul, Blues, Pop und Funk, werden verrührt und abgemischt, bis der typische Sound entsteht, der irgendwie bekannt und doch jedes Mal anders klingt. Denn die Jazzkantine, noch immer mit äußerst großer Besatzung, darunter auch die beiden Gründungsmitglieder Christian Eitner und Matthias Lanzer, haben seit jeher ihr eigenes Süppchen gekocht. Seit 20 Jahren, um genau zu sein, und zu diesem Jubiläum sollte etwas ganz besonderes auf den Tisch kommen.

Hatten sie in der Vergangenheit mit den verschiedensten Stilrichtungen hantiert und waren von Heavy-Metal über Volkslieder, bis über die musikalischen Grenzen hinaus sogar in der Schauspielerei aktiv, sollte das Geburtstagsalbum wohl einen umfassenden Überblick über zwei Jahrzehnte geben. Was eignet sich da besser als ein „Best-of“-Stück, das alte Hits aufleben lässt? Doch so einfach wollte es sich die Braunschweiger Kultband dann doch nicht machen. „Ohne Stecker“ (im wahrsten Sinne des Wortes) vereint zwar tatsächlich die Erfolge aus 20 Jahren mit 15 Titeln aus 10 Alben.

Die auserwählten Hits (neben denen auch drei neue untergebracht sind), wurden jedoch nicht leichtfertig aneinander geklatscht. Stattdessen wurde neu arrangiert, mit Akustik gearbeitet und die NDR Bigband herangezogen, die 2013 unter der Leitung von Jörg Achim Keller bereits mit dem Echo Jazz Award ausgezeichnet wurde. Kontrabass, Western-Gitarre, Flügel, Grammophon und die musikalische Leistung von mehr als 20 Musikern gab dem Projekt „eine Reise durch 20 Jahre Jazzkantine“ den letzten Feinschliff.

Natürlich fehlen zum Feierschmaus auch nicht die „Gäste“: Smudo (von den Fantastischen Vier), Xavier Naidoo, Aleksey und Signor Rossi, um nur einige zu nennen, geben ihren Senf dazu, um das Werk abzurunden. Die Platte wurde nun vom bandeigenen Label „Rap Nation Records“ veröffentlicht. Ein gelungenes Rezept also, das rund wirkt und eine nette, schmackhafte Reise durch 20 Jahre Bandgeschichte darstellt.

Anspieltipps:

  • Hunger, Hunger
  • Respekt
  • Egotripping
  • Bin im Delirium

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