Dirk Darmstaedter - Before We Leave - Cover
Große Ansicht

Dirk Darmstaedter Before We Leave


  • Label: Motor Entertainment
  • Laufzeit: 47 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch auf seinem fünften Soloalbum bleibt sich Dirk Darmstaedter treu.

Ein gutes Vierteljahrhundert nachdem Dirk Darmstaedter (49) mit den Jeremy Days durch die Decke gegangen ist und sich danach als Solo-Singer/Songwriter (siehe auch Me And Cassity) und Label-Betreiber (Tapete Records) einen sehr guten Namen gemacht hat, werden die Stellschrauben wieder in die Anfangsposition zurückgedreht. Okay, nicht ganz, denn was der gebürtige Hamburger mit den amerikanischen Wurzeln bis jetzt geleistet hat, ist ja nicht so einfach wegzudiskutieren. Und doch wagt Dirk Darmstaedter einen Neuanfang, indem er sich als Verantwortlicher bei seinem ehemaligen Label ausgeklinkt hat, um sich noch stärker auf die eigene Musik konzentrieren zu können.

Konsequenterweise bringt er sein fünftes Soloalbum „Before We Leave“ nicht mehr bei Tapete Records, sondern über sein neues Label-Baby Teaneck Records im Vertrieb von Motor Entertainment auf den Markt. Die Songs von „Before We Leave“ entstanden im Sommer des vergangenen Jahres im heimischen Hamburg zusammen mit Ben Schadow (Bass), David Rieken (Gitarre) und Lars Plogschties (Schlagzeug) sowie Mike Finnigan (Piano, Orgel) und Martin Wenk (Trompete).

Seine neuen Stücke zeigen Dirk Darmstaedter so, wie ihn der Hörer in den vergangenen Jahren kennen und schätzen gelernt hat. Sprich, als routinierten und entspannten Sänger und Songschreiber („Seashells“), dem trotz der überwiegend relaxten Grundstimmung („The half life“) nicht die Dringlichkeit abhanden gekommen ist („Punching ball“). Dabei ließ das düstere Artwork von „Before We Leave“ durchaus etwas anderes erwarten. In sich gekehrte Balladen, dunkle Wolken, Sinnkrise. Doch so ist es nicht gekommen!

Der Hamburger schüttelt nach wie vor sonnige Melodien („Top of the world“), kleine Indie-Hits wie zu besten Jeremy-Days-Zeiten („Lie to me“) sowie atmosphärisch dichte Schmuckstücke aus dem Ärmel („Damage control“), dass es eine wahre Freude ist. So darf es auch in Zukunft auf Darmstaedters neuem Label Teaneck Records weitergehen. Deprimierende Songwriter-Mucke sollen bitte andere machen.

Anspieltipps:

  • Lie to me
  • Capetown
  • Damage control
  • Top of the world
  • (You hold me) captive
Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
8.5/10

Rough And Rowdy Ways
  • 2020    
Diskutiere über „Dirk Darmstaedter“
comments powered by Disqus